Kitap 1
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Schon wenige Jahre nachher kam eS zu den vorhin er- wähnten Ereignissen von Kerkyra und Potidäa und dem, was sonst Veranlassung zu diesem Kriege wurde. Alle diese Kämpfe der Griechen unter sich und gegen die Perser fallen in die etwa fünfzig Jahre vom Rückzüge des Xerxes bis zum Beginn dieses Krieges. Im Laufe dieser Jahre hatte Athen nicht nur seine, äußere Herrschaft befestigt, sondern sich auch im Innern mächtig entwickelt. Den Lakedämoniern war das nicht ent gangen ; sie hatten aber den Athenern niemals oder doch höchstens nur vorübergehend etwas in den Weg gelegt, sondern sich .dabei beruhigt, einmal weil sie sich ohne Not überhaupt nicht leicht auf einen Krieg einließen, dann aber auch, weil sie durch Kriege im eigenen Lande in Anspruch genommen waren. Als dann aber das gewaltige Athen offen gegen sie in die Schranken trat und seine Hand selbst nach ihren Bundesgenossen ausstreckte, wurde es ihnen schließlich zu viel, und sie beschlossen, nunmehr Ernst zu machen und den mächtigen Gegner womöglich mit Waffengewalt zu demütigen. Sie selbst hatten sich zwar schon dahin entschieden, daß der Friede gebrochen und Athen der Schuldige sei, schickten dann aber doch noch Gesandte nach Delphi, um den Gott zu befragen, ob es rätlich für sie sei, den Krieg anzufangen, und wie es heißt, gab der ihnen zur Antwort, wenn sie ihn nachdrücklich führten, würden sie siegen, er selbst aber, gerufen oder ungerufen, auf ihrer Seite sein.