Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

124 „Habt ihr somit in jeder Beziehung die besten Aussichten für den Krieg, fordern wir alle euch einmütig dazu auf, und ist Gemeinsamkeit der Interessen denn doch die beste Bürg­ schaft wie unter einzelnen so in der Politik, so dürft ihr nicht länger säumen, Potidäa zu Hilfe zu kommen und für die Frei­ heit auch der übrigen Staaten einzutreten. Die Potidäer sind doch Dorier und werden jetzt von Ioniern belagert, während es früher immer umgekehrt war. Unmöglich können wir länger mit ansehen, wie eine Stadt nach der anderen vergewaltigt wird; denn wie heute diese, so kommt morgen jene an die Reihe, sobald bekannt wird, daß wir hier zusammengekommen sind, aber nicht den Mut gefunden haben, den Degen zu ziehen. Darum, teure Bundesgenossen, glaubt uns, es ist die höchste Zeit, und wir reden zu eurem Besten. Stimmt also für den Krieg und laßt euch durch die damit verbundenen Beshcwerden nicht abschrecken. Denn erst durch den Krieg gelangt man zu einem dauerhaften Frieden, und es bringt größere Gefahr, ihn um des lieben Friedens willen zu vermeiden. Unzweifel­ haft will diese Stadt, die sich in Griechenland zum Herrn aufgeworfen hat, ihre Herrschaft über das ganze Land aus­ dehnen. Wie sie sich die einen schon unterworfen hat, so wird sie es alsbald auch mit den anderen machen. Darum wollen wir sie unverzüglich angreifen und zu Boden werfen, um künftig nicht nur selbst vor ihr sicher zu sein, sondern auch um unsere jetzt unter ihrem Joch schmachtenden Brüder zu befreien." So die Korinther.

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