Kitap 1
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Pausanias, der schon vorher als Oberbefehlshaber bei Platää als großer Herr aufgetreten war, überhob sich nach Empfang dieses Schreibens erst recht; er meinte schon nicht mehr nach Landessitte leben zu können, legte persische Kleidung an, umgab sich nach dem Aufbruch von Byzanz auf dem Wege durch Thrakien mit einer aus Persern und Ägyptern bestehenden Leibwache, richtete seine Tafel persisch ein und vermochte auS seiner Gesinnung so wenig Hehl zu machen, daß er schon da mals im kleinen verriet, wie er es später im großen treiben würde. Nicht leicht erhielt man Zutritt bei ihm, und sein hochfahrendes Benehmen gegen jedermann ohne Unterschied machte jeden Verkehr mit ihm unmöglich. Hauptsächlich da durch wurden ja auch die Bundesgenossen den Athenern in die Arme getrieben.
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Eben darum hatten ihn auch die Lakedämonier, als sie davon gehört, schon das erstemal abberufen, und diesmal, wo er ohne ihr Geheiß mit dem hermionischen Schiffe ausgefahren war, machte er es anscheinend wieder ebenso. Als ihm die Athener in Byzanz den Stuhl vor die Tür gesetzt hatten, war er nicht nach Sparta zurückgekehrt, sondern hatte sich nach Kolonai in Troas begeben und dem Vernehmen nach mit den Persern eingelassen, so daß man sich von seinem längeren Aufenthalt dort nichts Gutes versprechen konnte. Das wurde den Lakedämoniern schließlich doch zu viel, und die Ephoren schickten ihm einen Herold mit einem Bandschreiben und dem Befehl, im Geleit des Heroldes sofort zurückzukommen, widrigen falls ihm Sparta damit den Krieg erkläre. Er aber kehrte, um sich nicht noch verdächtiger zu machen, und in der Hoff nung, sich mit Geld aus der Schlinge ziehen zu können, zum zweitenmal nach Sparta zurück. Hier ließen die Ephoren ihn zunächst gefangennehmen, wozu sie auch den Königen gegenüber befugt sind; nachher aber setzte er dann doch seine Freilassung durch, indem er sich bereit erklärte, sich jedem, der ihm etwas beweisen wolle, vor Gericht zu stellen.