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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

136 Themistokles aber erhielt davon rechtzeitig Wind und entfloh auS dem Peloponnes zu den Kerkyräern, deren alter Gönner er war, und als die ihm erklärten, sie könnten ihn nicht bei sich behalten, weil sie fürchten müßten, sich dadurch die Feindschaft der Lakedämonier und der Athener zuzuziehen, ließ er sich von ihnen nach dem benachbarten Festlande über­ setzen. Allein die Häscher blieben ihm auf der Spur und ver­ folgten ihn auch dahin, und nun wurde er durch einen un­ glücklichen Zufall genötigt, grade bei seinem Feinde, dem Molosserkönig Admetos, einzukehren. AdmetoS selbst war augen­ blicklich nicht zu Hause, seine Gemahlin aber nahm ihn in ihren Schutz und riet ihm, ihr und AdmetoS' kleines Söhnlein auf den Arm zu nehmen und sich mit ihm auf den Herd zu setzen. AlS Admetos bald darauf nach Hause kam, gab Themi­ stokleS sich ihm zu erkennen und bat ihn, wenn er auch damals, alS er sich um Hilfe nach Athen gewandt, gegen ihn gesprochen habe, ihn daS jetzt nicht entgelten zu lassen. ES würde seiner unwürdig sein, sich hier, wo er wehrlos sei, an ihm zu rächen; ein edler Mann greife nicht zum Schwerte, wo sein Gegner nicht in der Lage sei, ihm mit gleicher Waffe zu begegnen. Auch habe eS sich damals, wo er gegen ihn aufgetreten sei, ja nur um eine Kleinigkeit und nicht um Leben und Tod ge­ handelt; er aber müsse, wenn er ihn jetzt ausliefere, alle Hoff­ nung schwinden lassen, mit dem Leben davonzukommen. Und nun teilte er ihm mit, von wem und weswegen er verfolgt würde.

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