Kitap 1
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So viel über die erste Gesandtschaft der Lakedämonier und was sie dabei in betreff der Sühne des Frevels von den Athenern und diese demgegenüber von ihnen verlangt hatten. Nachher schickten sie dann noch mehrfach Gesandte nach Athen und verlangten die Aufhebung der Belagerung von Potidäa und die Anerkennung der Unabhängigkeit Hginas, namentlich aber auch, und zwar auf das bestimmteste, solle es nicht zum Kriege kommen, so müsse der Beschluß zurückgenommen werden, wonach die Megarer von den Häfen des athenischen Macht bereichs und vom attischen Markte ausgeschlossen waren. Die Athener gingen jedoch auf alle diese Forderungen nicht ein, hoben insbesondere den Beschluß nicht auf, beschwerten sich vielmehr ihrerseits darüber, daß die Megarer das Heilige Feld und die streitige Grenzflur bestellt und ihre entlaufenen Sklaven bei sich aufgenommen hätten. Zuletzt erschienen dann noch Rhamphias, Melanippos und Agesandros als Gesandte aus Lakedämon, beschränkten sich aber, ohne auf» die anderen, früher erörterten Punkte zurückzukommen, einfach auf folgende Erklärung: „Lakedämon will den Frieden, und den könnt ihr haben, wenn ihr die Unabhängigkeit der Griechen anerkennt." Nachdem die Athener in einer zu dem Ende berufenen Ver sammlung hierüber unter sich verhandelt hatten, wurde be schlossen, die Sache nunmehr ein für allemal abzumachen und den Lakedämoniern eine endgültige Antwort zu erteilen. Unter den zahlreichen Rednern, welche hierauf in der Versammlung auftraten, waren die Ansichten geteilt, die einen waren für den Krieg, während andere meinten, jener Beschluß dürfe den Frieden nicht hindern und müsse aufgehoben werden. Da aber trat auch Perikles auf, der Sohn des Xanthippos, derzeit der erste Mann in Athen, gleich groß als Redner wie als Staats mann, und redete sie also an: