Kitap 1
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Einen deutlichen Beweis hatten nun zwar die Spartaner nicht, weder seine Feinde, noch auch der ganze Staat, so daß sie ihn hätten zur Strafe ziehen können; denn er war von königlichem Geschlecht und stand auch gerade jetzt in königlichem Amte, weil er als Vetter über den jungen König PleistarchoS, des Leonidas Sohn, die Vormundschaft führte. Da er aber der Sitte zuwider handelte und barbarische Gebräuche nachahmte, so erweckte er selbst starken Verdacht, als wolle er dem Bestehenden nicht als Gleicher unter Gleichen gerecht . werden, und man gab deßhalb Acht auf ihn, ob er nicht in irgend etwas gegen die bestehenden Gesetze verstoße; und als es ihm beifiel, 205) Nollbries, Skytale, bestehend ans einem glatten, runden Stab. Einen hatten die Ephoret, den andern, von ganz gleicher Größe, erhielt der ausziehende Feldherr. Wollten die Ephoren diesem eine Depesche zusenden, so wickelten sie um ihren Stab einen weißen Riemen, beschrieben denselben und schickten dann den Riemen allein dem Feldherrn zu. Dieser wickelte ihn um . seinen Stab und las ihn. „Wenn man aber fragt, wie denn Pausanias die Stytale haben konnte, da er doch die Stadt insgeheim verlassen hatte, so ist zu antworten, daß er die Skytale noch von seiner ersten Feldherrnschast her besaß." (Schol.) 206) Vgl. Anm. IZZ. lauf den Dreifuß, welchen die Hellenen von der persischen Beute als als Bestopser nach Delphi geweiht hatten, für seine eigene Person den 'Zweizeiler schreiben zu lassen ^): Weil er die Mcdische Schaar als Führer der Grieche» vernichtet, Weihet dem delphischen Gott PausaniaS dies Geschenk, so ließen die Lakedämonier allsogleich diese Worte aus dem Dreifuß ausmeißeln, und schrieben an deren Stelle die Namen aller der Städte, welche zur Besiegung der Barbaren mitgeholfen und gemeinschaftlich dies Weihgeschenk aufgestellt hatten Dem PausaniaS aber machte man daraus ein Verbrechen, und weil es schon einmal so um ihn stand, so erblickte man in jener Handlung um so mehr etwas mit den ihm vorschwebenden Plänen Uebereinstimmendes. Nun kam ihnen auch zu Ohren, daß er mit den Heloten irgend etwas vorhabe; und dem war wirklich so, denn er hatte ihnen die Freiheit und das Bürgerrecht versprochen, wenn sie sich mit ihm empören und seinen ganzen Plan durchzusetzen helfen wollten^), Aber ^mch nicht einmal jetzt, trotz der Angabe einiger Heloten, wagten sie gegen ihn'eine harte Maßregel zn ergreisen; und sie verfuhren hierin, wie sie unter sich zn thun Pflegten, daß sie nämlich nie vorschnell ohne den unzweideu» tigsten Beweis gegen einen Spartaner mit Schärfe vorgingen ^ Erst — so wird erzählt — als der Bote, welcher den letzten Brief für den König an den Artabazos besorgen sollte, ein Argilischer Mann, 207) Ebenso wird in der Rede gegen die Neära S7 berichtet. Verf. des Distichons war SunönideS nach Pausan. s, s, I. Anthv!. Pal. 6, IS7. (Kr.) Anders lautet die Inschrift bei Divdor. XI, ZZ: Sieh' dies haben geweiht die Erretter der räumigen Hellas, Welche die Städte vom Gräu'l knechtischer Bande befreit. Dies könnte die spätere Inschrift sein, welcher dann noch die Namen der einzelnen Städte folgten. 208) Die Namen noch erhalten aus dem in Konstantinopcl auSgegravenen platäischen Wcihgeschcnke. L. Noß, Neue Jahrb. 73. S. 26S. (Pökel b. Kr). 209) Eben diese Befürchtung, die gegenüber dein Spartanischen Königthum überhaupt obwalten mußte, wird der Hauptgrund zur Beschränkung der früheren KonigSmacht gewesen sein. Vgl. Anan. 133. . 210) Den Heloten und Perioken gegenüber »uißte» die Lakedämonier unter einander selbst ein höchst rücksichtS- und achtungsvolles Benehmen walten lassen, um allen Schein inneren Zwistes zu vermeiden. ' ' früher des Pausanias Lustknabe und ihm sehr ergeben, >'zum Angeber wurde; da ihm nämlich ausfiel, daß Keiner von den früheren Boten zurückgekehrt war, so schöpfte er Verdacht, macht zuerst das Siegel nach, um nicht verrathen zu werden, wenn ihn allenfalls seine Vermuthung täuschen oder Pausanias den Brief zurückfordern sollte, um etwas darin zu ändern, öffnet dann das Schreiben, und wie er denn vermuthet hatte, daß irgend ein derartiger Nebenauftrag darin enthalten sei, so findet er wirklich die Aufforderung, ihn selbst zu tödten. Nun, da jener den Brief vorlegte, glaubten zwar die Ephoren schon eher, aber sie wollten außerdem noch mit eigenen Ohren etwas aus dem Munde des Pausanias hören, und auf ihr Veranstalten begab sich der Mann als Hilfeflehender nach Tänaros, machte sich eine durch eine Scheidewand getheilte Hütte und verbarg darin-einige der Ephoren.s