Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

141 „Ihr müßt euch also auf der Stelle entschließen, ob ihr euch fügen wollt, noch ehe ihr zu Schaden gekommen seid, oder ob wir Krieg führen sollen — was ich für das Beste halte — und um keiner Ursache willen nachgeben, sei sie nun groß oder klein, sondern furchtlos unseren Besitz vertheidigen. Denn die kleinsten wie die größten Forderungen, die Einer vor richterlicher Entscheidung seines Gleichen anmuthet, haben gleicherweise in ihrem Gefolge die Knechtschaft. Daß wir aber für den Krieg und in den beiderseitigen Hilfsmitteln nicht die Schwächeren find, das sollt ihr nun im Einzelnen erfahren, wenn ihr zuhört. Die Peloponnesier sind Handarbeiter^), und weder die Einzelnen, noch die Gesammtheit sind an Geld vermögend. Dann sind sie langwieriger und überseeischer Kriege ungewohnt, weil sie des Geldmangels wegen immer nur kurze Zeit gegen einander zu Felde liegen Und unter solchen Umständen können sie weder bemannte Schiffe, noch auch Landheere häufiger aussenden, weil sie sich dann von ihrem Anwesen entfernen und doch aus eigenem Seckel zehren müssen; und überdies ist ihnen das Meer gesperrt. Kriege lassen sich aber leichter bei einem wohlgefüllten Schatz aushalten, als durch erzwungene Beisteuern. Leute, die von ihrer Hände Arbeit leben, geben lieber ihre eigene Person für den Krieg hin, als Geld, weil sie vertrauen, sich selbst wohl noch aus den Gefahren heraus- bringen zu können, aber nicht gewiß sind, ob sie nicht das Ihrige vorzeitig aufzehren, besonders wenn der Krieg sich über Erwarten in die Länge zieht, wie es dies Mal wahrscheinlich ist." 218) Principiis obsta! 219) Sie haben keine Sklaven, müssen also selber arbeiten, können sich also auch der Arbeit — um eines Krieges willen — nicht lang entziehen. 220) lieber-trieben; vgl. I, SO und Ann. e.

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