Kitap 1
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„Das Wichtigste aber ist, daß ihnen der Mangel an Geld überall hinderlich fein wird, weil sie dasselbe nur unter Zögerung und Schwierigkeiten beschaffen können; aber im Kriege warten die Gelegenheiten auf Niemanden. Im Uebrigen sind von ihrer Seite weder verschanzte Angriffswerke gegen uns zu fürchten, noch auch ihre Seemacht. Es ist schon im Frieden schwer, eine solche Festung auf einen Fuß zu bringen, daß sie den Gegner im Schach hält, viel weniger im Krieg und während auch wir unserseits eine solche entgegensetzen können. Und selbst wenn sie wirklich Verschanznngen zu Stande bringen, so ist es zwar nicht unmöglich, daß sie durch Einfälle einen Theil unseres Gebietes schädigen und Ueberläufer 22^ an sich ziehen; 221) Weil ihre Bundesgenossen alle unabhängig sind, während Athen Vorort für seine Bundesgenossen ist. 222) Auch übertrieben. Viel besser paßt dies z. B. auf das Verhalten der deutschen Neichsstände in den letzten Jahrhunderten, gegenüber Kaiser und Reich; desgleichen auf die Hellenischen Zustände im folgenden Jahrhundert. 223) Sklaven; vgl. VIl, 27. (Kr.) Bei Aristophan. Wolken V. 5 ff. klagt der Bauer StrepsladeS: aber ihre Verschanzungen können uns doch nicht hindern, an ihren Küsten zu landen und den Kampf mit der Flotte zu führen, in der unsere Stärke liegt. Denn wir haben aus dem Seekrieg mehr Erfahrung für den Landkrieg gewonnen, als jene aus dem festländischen Krieg für den Kampf zur See. Des Seewesens kundig zu werden, möchte ihnen aber sehr schwer fallen; denn nicht einmal-ihr, die doch gleich mit dem Beginn der Perserkriege euch darauf verlegt habt, habt darin schon ausgelernt. Wie sollten denn nun Männer, deren Geschäft der Ackerbau und nicht die Schifffahrt ist, etwas der Rede Werthes ausführen können, zumal ihr ihnen durch immer wiederholte Angriffe eurer Flotte nicht einmal Zeit zur Uebung lassen werdet? Und wenn sie auch in ihrer Unerfahrenheit, aus der eigenen Ueberzahl Muth schöpfend, den Kampf gegen kleine Geschwader wagen sollten, so müssen sie sich doch ruhig verhalten, wenn sie von einer zahlreichen Flotte eingeschlossen sind, und werden dann des Mangels an Uebung wegen um so ungeschickter und eben deshalb auch um so zaghafter sein. Wenn aber irgend etwas Anderes, so ist das Seewesen eine Kunst, die nicht gelegentlich und nur so nebenher geübt sein will, sondern im Gegentheil, es darf neben ihr her nichts Anderes betrieben werden."