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Das also waren die Beshcwerden und Zwistigkeiten der beiden Theile vor dem Ausbruche des Kriegs, die gleich mit den Ereignissen in Epidamnos und Kerkyra begonnen hatten^). Doch dauerte inzwischen der Verkehr noch fort, und sie reisten hin und her, zwar ohne Heroldsgeleit, doch nicht ohne Mißtrauen; denn durch das 231) Perikles predigt hier den Satz: Et gibt nur Eine Form des Krieges, welche Erfolg verspricht: die Offensive. Selbst die Defensive muß offensive Form annehmen. 232) Ehrengrundsatz) Eigentlich aber lautet das Gesetz, daß jede Macht entweder zu- oder abnehmen muß. Stillstand gibt es nie und nirgends. Deß» halb nannten sich auch die deutschen Kaiser: allzeit Mehrer des Reichs. 233) Denn Melesippos II, 12 war nur ein Herold. (Poppo.) 234) Die großartige Auffassung, mit der Thut, die Ursachen des Kriegs entwickelt, war natürlich nicht Sache aller Gleichzeitigen; eine kleinlich pragmatisirende Verknüpfung kleiner Ursachen und großer Wirkungen ist immer der Mehrzahl eigenthümlich. Eine solche Auffassung der Ereignisse, welche den Geschehene waren die Verträge erschüttert und der Vorwand zum Kriege war vorhanden. pelop. Krieg herbeiführten, legt Aristophanes cAcharner V. SVS ff.) einem Bauern in den Mund: ^ — Die Sparter'Hass' ich, — mag Poseidon, Ihr Gott auf Tainaron, mit einem Erdstoß Die Häuser allen auf die Kopfe schmettern! Auch meine Neben haben sie verwüstet. Indeß, warum — ich rede hier vor Freunden — Verklagen wir die Sparter ganz allein? In unsrer Mitte, Bürger — nicht das Volk, Bei Leibe, nein, ich meine nicht das Volk — Hier, sag' ich, gab es Bursche — schlechte Münze, Verrufnes Lunipengeld, hier eingeschwärzt: Durchschnüffelt haben die dcn Megarern Die Jacken: wo sie eine Gurke sahn, Ein Häschen, Ferkel. Knoblauch oder Salz, Gleich war'S „aus Megara!" und konflscirt- Doch das sind Bettelei'n und hier nichts Neues. Nun stahlen junge Bursche, die zu viel Getröpfelt, die Simaitha weg, die Metze, Aus Megara; in brünstigem Knoblauchschmerz Entführten drauf die Megarer zwei Huren , Aspasiens. So brach das Kriegsgewitter Denn loS in Hellas, dreier Metzen wegen. PerikleS, der Olympier, warf im Zorn Mit Blitz und Donner Hellas durcheinander, Erließ Edikte, ganz im Skolienstil, Und schloß die Megarer von Land und Meer, Bon allen Märkten, allen Häfen aus. Die Megarer verspürten endlich Hunger Und suchten Hilf in Sparta wider dies Verbot, erlassen dreier Metzen wegen. Man bat uns oft, allein wir hörten nicht. Kein Wunder, gab'S am Ende Schildgerassel. Mit Unrecht! sagt ihr. — Nun, was war denn Recht? Gesetzt, ein Sparter hätte, kreuzend um Seriphos, dort ein MbpSchen aufgefangen Und konfiScirt, — sagt an: bliebt ihr zu HauS? Ja, schon! dreihundert Schiffe stächen flugS Jn'S Meer, und welch' Getümmel in der Stadt! Matrosen und Soldaten, HauptmannSwahlen! Man hörte Nichts alS: Goldne Pallasbilder! Löhnung! zur Halle! Korn gemessen! Schlauche, Gefässe, Tonnen, Nnderriemen, Körbe, Knoblauch, Oliven, Netze voller Zwiebeln, Sardellen, Kränze, Flötenmädchen. Prügel! Das Schiffswerft dröhnte vom Konzert der Säge, Des Bohrers, Hobels, Hammers, Beils, vom Fluchen, Befehlen, Pfeifen, Trällern, Flötenblasen! So machtet i hr's — Also: Einige angetrunkene Athenische Bursche entführen eine Dirne aus Megara; dafür stehlen einige Megarer zwei Hetären der Aspasia, von der erzählt wird, daß sie ein Bordell hielt; diese benützt ihren Einfluß auf Peri« ' kleS, der nun den Megarern den Athen. Markt verbietet; die Megarer klagen darüber in Sparta; die Spartaner nehmen sich der Sache an und lassen zu Athen Beschwerde führen; man erhitzt sich gegenseitig, kein Theil will nachgeben, und der Krieg ist fertig. — Vgl. auch Diodor XII, Z8 ff.