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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

13 Von jetzt an mehrte sich der Wohlstand in Hellas, und da der Gelderwerb in größerem Maße stattfand als früher, und auch die Staatseinnahmen bedeutender wurden, so entstandest in der Mehrzahl der Städte Gewaltherrschaften der Tyrannen, — früher aber war die erbliche Königswürde, verbunden mit bestimmten Ehrengaben, herrschend gewesen^). Jetzt baute man auch Flotten in Hellas und wid- 38*) Ansprechend glaubt Müller, Orchomenos S. 337 (393) ff., daß diese Angabe ein Versuch sei, die Nachricht des homerischen Schiffskatalogs Jl. II, 494 ff. zu erklären. (Kr.) 39 ) Nach Herodot VI, 56 f. (vgl. Aristotel. Wollt. III, 9, 10) bestanden bei den Spartanern die Ehrenvorrechte und Ehrengaben der Könige in dem Rechte, Krieg zn beschließen, in der Anführung im Kriege, einer Leibwache von hundert Mann, der Haut und dem Rücken eines jeden auf den Kriegszügen geschlachteten Thieres; zu Friedenszeiten im Vorsitz beim Opfermahl, doppelten Nationen und in der Haut des Opferthieres; ferner erhielten sie an jedem siebenten Tag des Monats ein Opferthier samt einem Scheffel Mehls und einem Eimer Weins. Bei den Spielen hatten sie den Ehrenplatz; kamen sie nicht zur gemeinsamen Mahlzeit, so mete sich mehr dem Seewesen. Die Ersten, welche durch Umbildung des Schiffbaues der jetzigen Art und Weise am nächsten kamen, sollen die Korinther gewesen sein, und auch die Dreiruderer seien von ganz Hellas zuerst in Korinth gebaut worden. Bekannt ist auch, daß Ameinokles aus Korinth, der Schiffsbauer, den Samiern vier Schiffe gebaut hat^"); von dem Zeitpunkt aber, da dieser zu den Samiern kam, bis zum Ende dieses Krieges ^') sind ungefähr dreihundert Jahre verflossen. Die älteste Seeschlacht, von der wir wissen, lieferten die erhielten sie ins Haus zwei Maß Mehl und eine Maß Wein; erschienen sie aber, so erhielten sie doppelte Antheile u. s. w. — So heißt es auch bei Homer Jl. IX, 154 ff. - Und es bewohnen sie Männer, an Schafvieh reich und an Hornvieh, Die ihn hoch mit Geschenken wie einen Unsterblichen ehrten, Und vom Scepter beherrscht ihm steuerten reichliche Schätzung. Zu den Tyrannen, welche nun an die Stelle der alten Könige traten, gehörten, außer den Peisistratiden in Athen, KypfeloS und seine Nachkommen zn Korinth, Orthagoras zu Sikyon, Theagenes zu Megara, Phalaris, Gelon u. A. aus Sieilten. 40) Gewiß nicht Trieren (Dreiruderer, d. h. Schiffe mit Verdeck und drei Ruderreihen auf jeder Seite über einander), die noch vor den Perserkriegen selten waren <1, 14). Nur Pente kontoren, d. i. Schiffe mit fünfzig Rudern, hatten die Phokäer, Herod. I, 163 f. (Kr.) 41) Der Peloponnesische Krieg zerfällt in folgende Abschnitte: l. Der zehnjährige Krieg bis zum fünfzigjährigen Frieden des Nikias 431 — 421, genannt der Archidamifche Krieg, weil in den ersten Jahren noch König Archidamos die Peloponnesier anführte. 2. Zeit des Friedens und der Waffenruhe zwischen Athen und Sparta 421 — 415. Dazwischen Krieg zwischen Sparta und dem Argivischen Bund 413. 3. Unternehmung der Athener gegen Sieilien 415—413. 4. Dekelsi scher Krieg, so genannt, weil er damit begann, daß die Spartaner Dekeleia in Attika besetzten, 413 — 405. Da nun Thnkydides den ganzen Krieg überlebte (starb um 400), und am Ende nicht bewiesen werden kann, in welchen Jahren er die einzelnen Abschnitte seines Werkes, wie dasselbe uns jetzt vorliegt, abgeschlossen hat, so ist bei solchen Stellen, wie die obige, unklar, ob unter diesem Krieg der ganze oder vielleicht nur der erste Abschnitt, auf den ein mehrjähriger Frieden folgte, gemeint ist. Nllrich, Beitr. zur Erklär, des Thukyd. S. 108 entscheidet sich hier für den Archidamischen Krieg. 2* Korinther den Kerkyräern ^), und bis zu demselben Zeitpunkt sind seitdem ungefähr zweihundert und sechzig Jahre verflossen.

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