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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

26 War das alles den Korinthern ein Dorn im Auge, so schickten sie jetzt die erbetene Hilfe nicht mehr wie gern nach Epidamnos, stellten jedem frei, sich dort anzusiedeln, und ließen eine Anzahl bewaffneter Amprakier, Leukadier und eigener Landeskinder zur Besetzung dorthin ziehen. Der Zug ging zu Lande nach Apollonia, einer korinthischen Kolonie, aus Furcht, die Kerkyräer könnten ihm den Seeweg verlegen. Die Kerkyräer aber waren außer sich, als sie von der Ankunft der neuen An­ siedler und der Truppen in Epidamnos und der Übergabe der Kolonie an die Korinther hörten. Sofort sandten sie fünfund­ zwanzig Schiffe und bald nachher noch ein zweites Geschwader nach Epidamnos und verlangten drohend die Wiederaufnahme der Vertriebenen sowie die Ausweisung der korinthischen Be­ satzung und der neuen Ansiedler. - Die aus Epidamnos ver­ triebenen Aristokraten hatten sich nämlich inzwischen nach Ker­ kyra begeben und hier bei den Gräbern der Vorfahren und der Stammverwandtschaft um ihre Zurückführung gebeten. - Die Epidamnier aber wollten von alledem nichts hören. Und nun eröffneten die Kerkyräer, denen sich jetzt auch die Illyrier angeschlossen hatten, in Gemeinschaft mit den Vertriebenen, deren Wiederaufnahme sie verlangten, mit vierzig Schiffen die Feindseligkeiten gegen Epidamnos. Sie legten sich vor die Stadt und boten sowohl den Epidamniern selbst wie den Fremden freien Abzug an, widrigenfalls sie alS Feinde behandelt werden würden. Als davon kein Gebrauch gemacht wurde, begannen sie, die Stadt, die auf einer Landzunge liegt, förmlich zu be­ lagern.

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