Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

33 „Wenn es sich jetzt so trifft, daß wir eurer Hilfe bedürfen, so kann das auch euch, falls ihr uns unsere Bitte gewährt, in mancher Hinsicht nur erwünscht sein, zunächst schon deshalb, weil ihr jemand helfen könnt, der Unrecht leidet und selbst niemand waS zu Leide tut, sodann aber, weil ihr, wenn ihr uns in dem Augenblick, wo alles für uns auf dem Spiel steht, nicht im Stich laßt, für alle Zeit zu größter Dankbarkeit ver­ pflichtet, und zu guter Letzt, weil wir nach euch die stärkste Flotte haben. Nehmt mal an, welch seltenes Glück ist es für euch und wie verdrießlich für eure Feinde, wenn eine Macht, die ihr nur zu gern für Geld und Gunst auf eure Seite gebracht hättet, jetzt von selbst kommt und sich euch ohne Gefahr und Kosten in die Arme wirft. Habt ihr doch auf diese Weise Gelegenheit, zu gleicher Zeit euren Edelmut vor der Welt zu zeigen, euren Freunden Wohltaten zu erweisen und eure Macht zu mehren. Das alles auf einmal ist kaum jemals einem in den Schoß gefallen, und es wird nicht leicht vorkommen, daß ein Staat einen anderen um ein Bündnis bittet, dem er an Macht und Ansehen ebensoviel zubringt, wie er sich selbst von ihm verspricht. Glaubt man hier etwa, daß es zu keinem Kriege kommen werde, in dem wir euch von Nutzen sein könnten, so ist man im Irrtum und verkennt, daß die Lakedämonier es aus Furcht vor euch schon lange auf Krieg abgesehen haben, und daß die Korinther, eure bei ihnen so einflußreichen Feinde, nur erst mit uns fertig werden wollten, bevor ihr an die Reihe kommt. Sie wollen uns nur nicht beide zu gleicher Zeit zu Feinden haben und Zeit gewinnen, um entweder erst unS un­ schädlich zu machen oder wenigstens sich selbst fester in den Sattel zu setzen. Darum nehmt die Freundeshand an, die wir euch bieten, damit wir zuerst auf dem Platze sind, statt hinterher das Nachsehen zu haben.

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