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Kitap 1

26 In all diesen Umständen lagen für die Korinther Gründe zu Beschwerden, und deshalb waren sie gern bereit, den Epidamniern Hilfe zu senden, hießen auch Jeden, der wollte, als Ansiedler mitgehen und schickten Amprakiotische, Leukadische^) und eigene Truppen mit. Diese nahmen ihren Marsch zu Lande über Apollonia, eine Korinthische Pflanzstadt, aus Furcht, die Kerkyräer könnten ihre Ueberfahrt zur See verhindern. Diese aber, als sie die Ankunft der neuen Ansiedler und der Truppen in Epidamnos erfuhren und zugleich die Uebergabe ihrer Kolonie an die Korinther, waren sehr erbittert. Schnell erschienen sie mit fünfundzwanzig Schiffen, denen später noch ein zweites Geschwader folgte 7"), und stellten unter übermüthigen Drohungen die Forderung, daß man die Vertriebenen wieder aufnehme, — die Epidamnifchen Flüchtlinge waren nämlich nach Kerkyra gekommen und hatten sie bei den Gräbern der Vorfahren ^ und bei der Stammesverwandtschaft beschworen, sie zurückzuführen, — die Korinthische Besatzung aber und die neuen Ansiedler müßten weggeschickt werden. Die Epidamnier gaben jedoch in keinem Punkte nach. 69) Schon 480 v. Chr., wo sie nächst Athen die größte Seemacht hatten, sind 60 Schiffe nur ein Theil ihrer Flotte, Herod. VII, IK3. (Kr.) Die erste Veranlassung zu einer so bedeutenden Kriegsflotte waren wohl die Kämpfe, die sie anfangs mit den liburnifchen Seeräubern zu bestehen hatten, die sich von den dalmatinischen Küsten her bereits auf den jonischen Inseln festgesetzt hatten und erst aus diesen Gewässern wieder verjagt werden mußten. 69*) Wie Epidamnos, waren auch Apollonia, Leukas, Anaktorion und Amprakia korinthische Kolonien am Ionischen Meere. 70) Noch mit fünfzehn Schiffen, nach dem Schluß dieses Kap. (Poppo.) 71) Gräber ihrer Vorsahren zu Kerkyra. (Kr.) 3* Nun kamen die Kerkyräer mit vierzig Schiffen und den Vertriebenen, welche sie zurückführen wollten, nachdem sie sich vorher auch die Jllyrier verbündet hatten. Sie blokirten die Stadt, indem sie es den Epidamniern und den Fremden frei stellten, dieselbe zu verlassen; wollten sie das nicht, so würden sie als Feinde behandelt werden. Da jene nicht nachgaben, so begannen die Kerkyräer die Stadt, die aus einer Landenge liegt, zu belagern.

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