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Kitap 1

28 Als die Kerkyräer von diesen Rüstungen erfuhren, kamen sie im Geleit Lakedämonischer und Sikyonischer Gesandten nach Korinth und forderten, die Korinther sollten ihre Tnlppen und die neuen Ansiedler aus Epidamnos wegziehen, da sie auf diese Kolonie kein Recht hätten. Glaubten sie aber doch Gegenansprüche machen zu dür- 72) Gemeint ist die Gleichheit mit den Epidamniern (Schol.), denn die unter einander verstand sich wohl von selbst. (Kr.) 72) Die korinthische Drachme betrug 9^/s gute Groshcen, nach Böckh, Staatshaushalt der Athen. I. S. 17. Genauere? in der 2. Ausl. I. S. 26. Vgl. dessen metrolog. Untersuch. S. 96. fen, so seien sie bereit, die Angelegenheit denjenigen peloponnefischen Städten zur Entscheidung vorzulegen, über welche sich beide Theile vorher geeinigt haben würden. Wem von ihnen beiden die Kolonie dann zugesprochen werde, der solle Sieger sein. Auch dem Delphischen Orakel wollten sie die Entscheidung anheimstellen^*), nnr möge man keinen Krieg anfangen; denn sonst seien auch sie gezwungen, zu ihrer Unterstützung sich andere Bundesgenossen zu erwerben als die, welche sie jetzt hätten, und zwar solche, welche den Korinthern nicht angenehm wären, obgleich sie selbst dazu nöthigten Die Korinther gaben zur Antwort: wenn jene erst ihre Schiffe und die Barbaren von Epidamnos zurückgezogen hätten, seien sie zu Unterhandlungen bereit, vorher aber wolle es ihnen nicht wohl anstehei, daß die in Epidamnos belagert würden, und sie hier Verhandlungen Pflögen. Hieraus erwiderten die Kerkyräer, sie wären damit einverstanden, wenn auch jene ihre Leute Epidamnos wollten räumen lassen; auch wäre es ihnen Recht, wenn beide Parteien in ihren gegenwärtigen Stellungen verblieben und einen Waffenstillstand schlößen, bis der Rechtsspruch erfolgt sei.

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