Kitap 1
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Die Korinther, durch den Verlauf des Krieges mit den Kerkyräern auf's Höchste gereizt, beschäftigten sich das ganze Jahr nach der Seeschlacht und das darauf folgende mit dem Schiffsbau und rüsteten mit aller möglichen Anstrengung eine Flotte^). Ruderer verschafften sie sich um hohen Lohn aus dem Peloponnes selbst und aus dem übrigen Hellas. Als die Kerkyräer von diesen Rüstungen .hörten, geriethen sie in Furcht, und da sie mit keinem der Hellenischen Staaten verbündet waren und sich auch weder in den Athenischen, noch in den Lakedämonischen Bund eingeschrieben hatten, so beschlossen sie nach Athen zu schicken und sich diesen als Bundesgenossen anzutragen, um zu versuchen, ob sie hier Unterstützung fänden. Die Korinther nun, als sie dies erfuhren, schickten auch ihrerseits Gesandte nach Athen, damit nicht die Vereinigung der Kerkyräifchen und der Attischen Flotte es ihnen unmöglich mache, den Krieg nach Wunsch zu beendigen. Eine Volksversammlung wurde anberaumt, und beide Theile kamen zur Rede und Gegenrede. Die Kerkyräer nun sprachen folgendermaßen So): Die beiden Jahre sind Frühling Ol. se, 2 bis se, 4. 434 — 432 v. Chr. Krüger Ebend. S. 219 ff. IV) Einen künstlichen Plan nnd rhetorische Ausführung haben die philippischen Reden des Demosthenes so wenig als die thnkydideischen. (Niebuhr, kleine hist. und phil. Schriften, II, S. 153.) Doch fehlt eS beiden nicht an psychologischer Berechnung des Eindrucks und einer dieser gemäßen Anordnung, die sich freilich über pedantische Technik hinwegsetzt. (Kr.) Künstlicher Plan und rhetorische Ausführung, können nur auf müßige und schale Köpfe einen Eindruck hervorbringen. Wem es um die Sache zu thun ist, der gibt und verlangt dergleichen nicht. Thnk. war kein Gorgias. Wer aber als Historiker Reden Anderer abfaßt, wäre viel eher veranlaßt, sie technisch möglichst schul- gerecht zu disponiren, als wer in re auf eigene Verantwortung redet. Hierin zeigt sich eben wieder des That Geistesgröße. Aber er hatte auch keine Redeschule durchzumachen, wie wir Modernen, deren Gesetze aus der griech. Sophisten-