Kitap 1
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Nun wurde auf beiden Seiten das Zeichen zum Angriff gegeben, und die Schlacht begann. Beide aber waren noch l recht unzweckmäßig nach alter Weise gerüstet und hatten viele Hopliten und eine Menge Wurf- und Bogenschützen auf dem Verdeck. Man schlug sich auf beiden Flotten mit großer Tapfer keit, aber die Geschicklichkeit stand nicht auf gleicher Höhe, und die Schlacht glich eher einem Gefecht auf dem festen Lande, denn wenn Schiffe aneinander gerieten, konnten sie im Gedränge so leicht nicht wieder loskommen; auch rechnete man für den Sieg hauptsächlich auf die Hopliten auf dem Verdeck, welche hier, während sich die Schiffe nicht von der Stelle bewegten, Mann gegen Mann fochten. Von einem Umfahren der feind lichen Schiffe war keine Rede; man kämpfte eben weniger kunst- gerecht als tapfer und mit Ungestüm. Überall aber herrschte gewaltiger Lärm und wildes Schlachtgetümmel. Die athenischen Schiffe beschränkten sich einstweilen darauf, wo die Kerkyräer ins Gedränge gerieten, die Gegner durch ihre Anwesenheit zu schrecken, vermieden es aber, selbständig in den Kampf einzu greifen, weil die Befehlshaber dadurch die ihnen von Athen mitgegebene Weisung zu übertreten fürchteten. Am meisten litt der rechte Flügel der Korinther. Denn die Kerkyräer mit zwanzig Schiffen schlugen ihn in die Flucht und verfolgten ihre einzeln das Weite suchenden Gegner bis zum Festlande, gelangten auch mit ihren Schiffen bis an das feindliche Lager, wo sie landeten und die leerstehenden Zelte in Brand steckten und plünderten. Hier also waren die Korinther und ihre Bundesgenossen geschlagen und die Kerkyräer Sieger geblieben. Auf dem linken Flügel dagegen, wo die Korinther selbst standen, waren sie entschieden im Vorteil, da die Kerkyräer, schon an sich in der Minderzahl, der Verfolgung wegen zwanzig von ihren Schiffen nicht zur Stelle hatten. Als die Athener die Kerkyräer ernstlich in Gefahr kommen sahen, trugen sie nicht länger Bedenken, auch ihrerseits in die Gefechtslinie einzurücken. Zunächst freilich vermieden sie es noch, mit dem Gegner hand gemein zu werden; als dann aber die Kerkyräer offenbar ge schlagen und von den Korinthern verfolgt wurden, gab es keinen Halt mehr, aller Unterschied hörte auf, und in der Hitze des Gefechts kamen nun auch die Athener und die Korinther miteinander ins Handgemenge.