Kitap 1
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„Das ruft euch in's Gedächtniß zurück, und die Jüngeren unter euch mögen es sich von den Aelteren erzählen lassen, und so entschließt euch, uns Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Möge Niemand glauben: was wir verlangen, sei zwar gerecht, allein der Vortheil erheische für den Fall des Krieges etwas Anderes; der günstigste Erfolg wird Einem in den Dingen zu Theil, darin man am wenigste,! gegen die Gerechtigkeit verstoßen hat. Die zukünftige Wendung des Krieges, mit welcher die Kerkyräer euch Furcht einzujagen suchen, um euch zur Ungerechtigkeit zu verleiten, liegt noch im Dunkel, und es wäre nicht recht, wenn ihr euch durch diese Rücksicht bewegen ließet, euch die offene und nicht erst künftig eintretende Feindschaft der Korinther zuzuziehen. Klüger wäre es, die wegen Megara noch aus frü- 85) vgl. Hand. VI, 89. Krüger, hist. philol. Studien S. 16 ff. 86) Müller, ^sxillst. p. 117 bemerkt, es sei falsch, daß die Schiffe der Korinther den Sieg herbeigeführt; vgl. Plutarch, über die Bosheit des Herodot, 22. (Kr.) hercr Zeit her obwaltende Spannung^) zu beseitigen, denn noch in: letzten Augenblick kann selbst eine minder wichtige Gefälligkeit, wenn sie nur den Umständen zu Hilfe kommt, auch eine bedeutende Schwierigkeit heben. Laßt euch auch nicht dadurch hinreißen, daß sie euch die Unterstützung einer großen Flotte gewähren. Denn es liegt eine dauerhaftere Macht darin, seines Gleichen nicht Unrecht zu thun, als wenn man sich durch die scheinbare Gunst des Augenblicks hinreißen läßt, einem Gefahr bringenden Gewinn nachzujagen."