Kitap 1
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So sprachen die Korinther. Nachdem nun die Athener beide Theile angehört nnd sogar nach einander zwei Volksversammlungen abgehalten hatten, so fanden die Korinther in der ersten nicht geringe Beistimmung, in der folgenden aber siegte eine andere Meinung, und sie beschlossen, zwar nicht mit den Kerkyräern ein Schutzund Trutzbündniß in der Art einzugehen, daß die Feinde jener auch ihre Feinde, und jener Freunde auch ihre Freunde sein sollten, — denn wenn die Kerkyräer sie diesfalls aufgefordert hätten, mit ihnen gegen Korinth in See zu gehen, so wäre dadurch der mit den Peloponnesiern geschlossene Waffenstillstand von ihrer Seite gebrochen worden, — sondern sie schlossen ein Schutzbündniß zur gegenseitigen Vertheidigung für den Fall, daß Einer Kerkyra oder Athen oder beider Bundesgenossen angreifen sollte. Der Krieg mit den Peloponnesiern 87) vgl. I, 103. 88) I, 40. schien ihnen nämlich ohnehin nicht zu vermeiden, und sie wollten Kerkyra mit seiner bedeutenden Seemacht nicht den Korinthern in die Hände liefern, wünschten aber doch, daß beide Theile so hart als möglich aneinander gerathen möchten, damit sie selbst mit einem schon geschwächten Feinde zu thun hätten, wenn es zum Krieg mit Korinth oder einer andern Seemacht kommen sollte. Zugleich schien ihnen die Insel für die Ueberfahrt nach Italien und Sicilien sehr günstig gelegen.