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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 1

107 Um diese Zeit begannen die Athener den Bau der langen Mauern bis an die See, sowohl der nach Phaleros als der nach dem Peiraieus. Die Phokier sielen nach Doris ein, die alte Heimat der Lakedämonier, Boion, Kytinion und ErineoS, und bemächtigten sich auch einer dieser Städte. Die Lake­ dämonier aber unter Nikomedes, Kleombrotos' Sohn, der für den unmündigen König Pleistoanax, den Sohn des Pausanias, regierte, kamen den Doriern mit fünfzehnhundert ihrer eigenen Hopliten und zehntausend Bundesgenossen zu Hilfe. Nachdem sie die Phokier zum Vergleich und zur Herausgabe der Stadt gezwungen, wollten sie den Rückweg antreten. Auf dem See­ wege, über den Golf von Krisa, würden die dort mit ihren Schiffen kreuzenden Athener ihnen wahrscheinlich Hindernisse bereitet haben. Auch den Weg durch die Geraneia hielten sie für unsicher, da die Athener noch in Megara und Pegai standen. Die Wege in der Geraneia waren schlecht und be­ ständig von den Athenern besetzt, die, wie man soeben noch gehört hatte, in der Tat beabsichtigten, sie dort nicht durchzu­ lassen. Sie beschlossen also, einstweilen in Böotien zu bleiben und abzuwarten, wie sie am besten wieder nach Hause kämen. Indessen waren sie dazu unter der Hand wohl auch von einigen Athenern veranlaßt, welche mit ihrer Hilfe die Demokratie stürzen und den Bau der langen Mauern verhindern zu können hofften. Gegen sie zogen nun die Athener ins Feld, sie selbst Mann für Mann und mit ihnen tausend Argeier und die Kontingente der übrigen Bundesgenossen, alles in allem vierzehntausend Mann. Die Athener aber unternahmen diesen Zug teils, weil sie glaubten, die Lakedämonier würden keines- falls durchkommen können, teils aber auch wohl aus dem Grunde, weil sie in ihnen eine Gefahr für die Demokratie witterten. Der Bundespflicht gemäß hatten sich auch thessalische Reiter bei ihnen eingefunden, die jedoch in der Schlacht zu den Lakedämoniern übergingen.

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