Kitap 1
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Nicht lange nach ihrem Abzüge aus Euboia schlossen sie mit den Lakedämoniern und ihren Bundesgenossen einen dreißig- jährigen Frieden, wobei sie die in ihren Händen befindlichen peloponnesischen Plätze, Nisaia, Pegai, Troizen und Achaia, wieder Herausgaben. Sechs Jahre nahcher kam es zwischen Samos und Milet Prienes wegen zum Kriege. Als die Mileter darin den kürzeren zogen, wandten sie sich nach Athen und beklagten sich dort über die bösen Samier. Doch auch in Samos selbst hielten es einzelne, welche eine Verfassungs änderung erstrebten, mit Milet. Die Athener fuhren also mit vierzig Schiffen nach Samos, setzten dort eine demokratische Regierung ein und ließen sich von den Samiern Geiseln geben, fünfzig Knaben und eine gleiche Anzahl Männer, die sie nach Lemnos brachten. Auf Samos aber ließen sie eine Besatzung zurück und fuhren dann wieder ab. Indessen hatten einige Samier die Ankunft der Athener nicht abgewartet, sondern sich nach dem Festlande davongemacht und in Sardes mit ver schiedenen einflußreichen Persönlichkeiten und dem damaligen Statthalter Pissuthnes, Hystaspes' Sohn, einen Handstreich gegen Samos verabredet. Sie brachten auch siebenhundert Mann zusammen, setzten damit bei Nacht nach der Insel über und suchten sich zunächst der Häupter der demokratischen Re gierung zu bemächtigen, die ihnen auch größtenteils in die Hände fielen. Nachdem sie ihre Geiseln heimlich aus Lemnos entführt hatten, erklärten sie sich für unabhängig und lieferten die dortige athenische Besatzung und die in ihre Gewalt ge ratenen Beamten an Pissuthnes aus. Darauf rüsteten sie sich sogleich zu einem Zuge gegen Milet. Zugleich mit ihnen hatte sich auch Byzanz für unabhängig erklärt.