Kitap 2
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Nach diesen Worten entließ Archidamos die Versammlung und schickte nun zunächst den Spartaner Melesippos, Dia kritos' Sohn, nach Athen, um zu sehen, ob man dort jetzt nicht schon eher mit sich handeln ließe, nachdem man sich über zeugt, daß das feindliche Heer bereits unterwegs war. Die Athener aber ließen ihn gar nicht in die Stadt und vor dem Volke auftreten; denn schon vorher hatte Perikles den Antrag durchgesetzt, daß weder ein Herold noch eine Gesandtschaft der Lakedämonier aus dem Felde angenommen werden sollte. Sie schickten ihn also, ohne ihn zu hören, wieder weg mit dem Befehl, noch an demselben Tage wieder über die Grenze zu sein und den Lakedämoniern zu sagen, wenn sie sonst was wollten, möchten sie erst wieder nach Hause gehen, ehe sie Gesandte schickten. Und damit er unterwegs mit niemand in Berührung käme, gaben sie ihm einige Leute zum Geleit mit. Als er an die Grenze gelangt und im Begriff war, sich von seinen Begleitern zu trennen, sagte er beim Abschied: „Dieser Tag wird für Griechenland der Anfang großen Herzeleids sein." Als er ins Lager zurückgekehrt war und Archidamos einsah, daß die Athener auf keinen Fall nachgeben würden, brach er unverzüglich mit dem Heere auf und rückte ihnen ins Land. Auch die Böotier ließen ihr Kontingent und ihre Reiterei zu den Peloponnesiern stoßen; mit ihren übrigen Truppen zogen sie nach Platää und verheerten das Land.