Kitap 2
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So lange nun das Heer bei Eleusis und in der thriasischen Ebene stand, hatten die Athener noch einige Hoffnung, daß der Feind nicht wagen würde, weiter vorzugehen; denn sie erinnerten sich, daß auch der lakedämonische König Pleistoanax, des Pausanias Sohn, als er vierzehn Jahre vor diesem Krieg mit einem peloponnesischen Heere in Attika einfiel, bis nach Eleusis und Thria vordrang, dann aber wieder zurückzog, ohne weiter vorzugehen, weshalb er auch aus Sparta verbannt wurde, da er im Verdacht stand, durch Gold bestochen den Nuckzug augetreten zu haben. Als aber die Athener das Heer bei Acharnä, 60 Stadien vor ihrer Stadt, sahen, so glaubten sie 431v. Chr. nicht länger mehr an sich halten zu dürfen, sondern, da das Land — wie natürlich — vor ihren Augen verwüstet wurde, was die Jüngeren noch gar nicht gesehen hatten, und auch die Aelteren nur im Perserkriege, so schien ihnen das schrecklich, und auch die Andern nicht weniger, vorzüglich aber die Jüngeren, nieinten, man müsse dem Feind entgegen- rücken und nicht länger mehr zusehen. Nun ließen sich aber verschiedene Ansichten hören, und es entstand ein Streit, da die Einen einen Ans- fall verlangten, die Andern aber davon zurückhielten. Die Wahrsager ließen Sprüche allerlei Art hören, die sich ein Jeder auslegte, wie grade seine Wünsche ihn antrieben. Die Acharner aber, die sich nicht der kleinste Theil von Athen zu sein dünkten, drangen , da sie ihr Land verwüsten sahen, am meisten auf einen Ausfall, und so war die Stadt in allgemeiner Aufregung, zürnte auf den Perikles und vergaß ganz und gar, was er früher angerathen hatte. Sie schalten ihn, daß er als Feldherr dem Feinde nicht entgegen gehe, und erklärten ihn für die Ursache aller Uebel, die sie betroffen.