Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

39 „Wir untershceiden uns aber auch in Handhabung des Kriegswesens von unseren Gegnern darin, daß wir den Zutritt zu unserer Stadt freigeben, und es kommt nicht vor, daß wir durch Fremdcnaustreibung irgend Jemanden am Lernen oder Beshcauen hindern, damit nicht etwa Einer unserer Feinde nicht verborgen Gehaltenes sehe und daraus Nutzen ziehe; denn wir vertrauen weniger auf Nnstwerk und Kniffe, als auf unsere eigene Thatenlnst und Tapferkeit. In der Jugenderziehung suchen jene schon von klein auf durch mühevolle Uebungen Mannhaftigkeit zu erwerben, wir aber gehen, wenn auch viel gemächlicher lebend, doch nicht weniger entschlossen in den Kampf ungewisser Entscheidung gegen den gleichstarken Feind. Beweis dafür ist, daß die Lakedämonier nicht nur mit ihrer eigenen Macht, sondern mit allen möglichen Bundesgenossen gegen unser Land zu Felde ziehen. Wenn aber wir selbst in auswärtiges Gebiet einfallen, so gewinnen wir auf fremdem Boden und im Kampfe gegen solche, welche ihr Eigenthum vertheidigen, meist den Sieg. Unsere Gesammtmacht aber hat noch kein Feind sich gegenüber gesehen, weil wir auch zugleich immer die Flotte bedenken und unsere Landmacht selbst auf viele Punkte vertheilen. Wenn sie aber mit einem Bruchtheil unserer Macht zusammengestoßen sind und den Sieg davon getragen haben, so prahlen sie, sie hätten unsere Gesammtheit geworfen; sind aber sie besiegt worden, so heißt es, sie wären unserer gesammten Macht gegenüber in Nachtheil gewesen. Und wenn wir auch wirklich mehr ans leichtem Blute als in Folge mühseliger Gewöhnung, und weniger in Folge einer tapferen Gesetzgebung als ans angeborner Tapferkeit die Gefahr des Kampfes lieben, nun so sind wir im Vortheil, denn wir sind nicht im Vorans durch Mühsal ermattet und zeigen uns doch bei der That nicht weniger kühn als die, welche ihr Leben lang sich abmartern."

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