Kitap 2
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Es bedrängte sie aber zudem vorhandenen Elend mehr noch der Zusammenfluß von Menschen vom Lande nach der Stadt, und nicht weniger litten dadurch die Ankömmlinge selbst. Denn da die Häuser für sie nicht hinreichten, sondern sie sich zur Sommerszeit in dumpfigen Hütten aushalten mußten, so gingen sie in wüstem Unwesen zu Grunde, ja sogar aus und über einander starben sie dahin und blieben als Leichen liegen, oder sie wälzten sich auf den Straßen und um alle Brunnen, halbtodt aus Begierde nach Wasser. Die Tempel, in denen sie ein Unterkommen gesucht hatten, waren gestillt mit Leichen, da sie an heiliger Stelle dahin starben. Denn ganz überwältigt von 430 v. Chr. dem Elend wußten die Menschen nicht, was da noch werden sollte, < und fingen an sich nm göttliche wie um menschliche Dinge nicht mehr zu kümmern. Alle gesetzlichen Gebräuche, die man früher bei Begräbnissen beobachtet hatte, wurden vernachlässigt, und Jeder begrub seine Todten, wie er eben konnte. Viele ans Mangel an den nöthigen Erfordernissen, da ihnen schon zu Viele gestorben waren, wurden so schamlos, daß sie ihre Todten auf fremde Scheiterhaufen legten und diese in Brand steckten, ehe noch die dazu kommen konnten, welche sie ausgerichtet hatten, oder auch warfen sie ihren mitgebrachten Leichnam aus den ersten besten brennenden Scheiterhaufen und machten sich davon.