Kitap 2
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Auf diese ihre Ansprache erwiderte Archidamos den Pla täern : „Was ihr da sagt, Platäer, ist schon recht, wenn ihr auch nur selbst danach handeln wolltet. Seid immer frei, wie es Pausanias euch zugesagt, aber helft uns auch, die anderen zu befreien, die damals zugleich mit euch gefochten und ge schworen haben und jetzt unter dem Joch der Athener schmachten. Denn ihretwegen und für die Freiheit Griechenlands haben wir den Degen gezogen und diesen Krieg angefangen, und nur, wenn ihr euch auch daran beteiligt, bleibt ihr jenen Eiden treu. Wollt ihr das aber nicht, so geht wenigstens in aller Ruhe eueren Geschäften nach und bleibt neutral, wie wir euch das schon früher vorgeschlagen haben. Laßt beide Teile friedlich bei euch aus und ein gehen; als kriegführenden Mächten aber öffnet keinem von ihnen eure Tore. Auch damit wollen wir zufrieden sein." So Archidamos. Mit diesem Bescheide kehrten die Gesandten in die Stadt zurück, berichteten den Platäern, was er ihnen gesagt, und brachten ihm darauf deren Antwort, es sei ihnen nicht möglich, seine Vorschläge anzunehmen, ohne auch die Athener darüber zu hören, da ihre Weiber und Kinder noch in deren Händen wären. Auch ihrer Stadt selbst wegen hegten sie die Befürchtung, nach ihrem Abzüge könnten die Athener kommen und die Abmachung ver werfen, oder auch die Thebaner, unter dem Vorwande, daß der nach dem Vertrage beiden Teilen zugestandene freie Verkehr auch ihnen nicht verwehrt werden dürfe, von neuem versuchen, sich ihrer Stadt zu bemächtigen. Archidamos aber suchte sie dar über zu beruhigen und sagte: „Gebt uns Lakedämoniern doch eure Stadt mit allem, was dazu gehört, in Verwahrung. Ihr beschreibt uns die Grenzen eureS Gebiets, und es wird ein Verzeichnis aufgenommen über alles, was an Bäumen oder an Gegenständen, die ihr uns sonst noch zuzählen wollt, vor handen ist. Dann zieht ihr ab, um euch für die Dauer des Krieges nach Belieben anderswo niederzulassen, und wenn der Krieg zu Ende ist, geben wir euch alles zurück, was wir von euch erhalten haben. Bis dahin nehmen wir es in Verwahrung, lassen eure Felder bestellen und euch vom Ertrage so viel ab liefern, daß ihr genug zu leben habt."