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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

80 In demselben Sommer, nicht lange nach diesen Ereig­ nissen, wollten die Amprakier und Chaoner ganz Akarnanien unterwerfen und es den Athenern abwendig machen. Sie schlugen deshalb den Lakedämoniern vor, von Bundes wegen eine Flotte auszurüsten und tausend Hopliten nach Akarna­ nien zu schicken; denn, so setzten sie ihnen auseinander, wenn sie zugleich zu Lande und zur See dort ershcienen, würden die Akarnanier aus dem Innern ihren Landsleuten nicht zu Hilfe kommen können, sie aber in der Lage sein, mit Leich­ tigkeit Akarnanien und dann auch Zakynthos und Kephallenia zu unterwerfen und damit den Athenern die Möglichkeit ab­ zuschneiden, so wie bisher mit ihren Schiffen den Peloponnes zu umfahren, ja selbst Aussicht haben, auch Naupaktos zu nehmen. Die Lakedämonier gingen daraus auch ein und schickten Knemos, der noch Befehlshaber der Flotte war, mit den Hopliten auf ein paar Schiffen sogleich hinaus, gaben aber auch der Flotte Befehl, sich fertigzumachen und nn­ verzüglich nach Leukas abzugehen. Dabei war niemand eifriger für die Amprakier als die Korinther, deren alte Landsleute sie ja waren. Während die Schiffe in Korinth, Sikyon und anderen Orten dort in der Gegend erst noch ausgerüstet wurden, waren die aus Leukas und Amprakia schon zur Stelle und warteten bei Leukas auf die anderen. Nachdem Knemos mit seinen tausend Hopliten an Phormion, der ihm mit zwanzig attischen Schiffen bei Naupaktos aufpaßte, unbemerkt vorbei- gekommen war, traf er sofort Anstalt zu einem Landfeldzuge. An Griechen hatte er Amprakier, Leukadier, Anaktorier und seine tausend Peloponnesier unter sich, an Barbaren tausend Chaoner. Diese, die keinen König haben, standen unter dem Befehl von Photyos und Nikanor, den beiden Mitgliedern des herrshcenden Geschlechts, welche für das Jahr an der Re­ gierung waren. Den Chaonern hatten sich die Thesproten angeschlossen, die auch keinen König haben. Die Molosser und Atintaner führte Sabylinthos als Vormund des noch unmündigen Königs Tharypos, die Parauaier ihr König Oroidos. Tausend Orester, die den Feldzug mitmachten, standen mit Genehmigung ihres Königs Antiochos mit den Paranaiern unter Oroidos'Befehl. Auch Perdikkas schickte, ohne daß die Athener darum wußten, tausend Makedonier, die jedoch zu spät kamen. Mit diesen Truppen setzte Knemos sich in Marsch, ohne die Ankunft der Flotte von Korinth ab­ zuwarten. Auf dem Zuge durchs Argaiische zerstörten sie Limnaia, einen offenen Flecken, und rückten dann vor Stratos, die größte Stadt Akarnaniens, in der Meinung, wenn sie die erst erst eingenommen hätten, würde ihnen alles übrige von selbst zufallen.

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