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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

84 Die Athener aber stellten ihre Schiffe in Einer Linie hintereinander und segelten im Kreise um jene herum und drängten sie so auf einen engen Raum zusammen, indem sie jene im Vorbeifahren fast streiften und immerfort Miene zum Angriff machten. Phormio hatte aber besohlen nicht anzugreisen, bevor er nicht das Zeichen gegeben habe, denn er hoffte, daß jene ihre Stellung nicht würden einhalten können wie ein Landheer, sondern daß die Kriegsschiffe eines an das andere anstoßen und auch die Lastschiffe sie belästigen würden, und wenn erst der Wind aus dem inneren Meerbusen herausblase, in dessen Erwartung er eben die Feinde umsegelte, und der sich gegen Sonnenaufgang zu erheben pflegte, so würden sie keinen Augenblick mehr Ruhe und Ordnung bewahren können; auch stehe es, glaubte er, bei ihm, anzugreifen, wann er wolle, da seine Schiffe bessere Segler seien, und jener Augenblick würde dazu der glücklichste sein. Wie mm der Wind sich erhob, und die Schiffe, die ohnedies schon beengt waren, von beiden, dem Winde und den Lastschiffen, zu gleicher Zeit bedrängt wurden, ein Fahrzeug an das andere anlief, und sie durch Stangen auseinander gestoßen werden mußten, so entstand ein großes Geschrei und vor lauter Habt-Acht!-rufen und Schelten hörten sie weder die Befehle, noch die eigenen Bootsleute. Auch waren ihre ungeübten Leute nicht im Stande, im Wellenschlage die Ruder zu handhaben, so daß die Schiffe dem Steuerruder noch weniger gehorchen konnten. Da nun gab Phormio das Zeichen, die Athener griffen an und versenkten zuerst eines der Admiralschiffe und machten danach alle andern seeuutüchtig, aus die sie nur stießen. Jene kamen in ihrer Verwirrung zu keinem Widerstande mehr, sondern flohen nach Paträ und Dyme in Achaia. Die Athener aber verfolgten sie, nahmen ihnen noch zwölf Schiffe und tödteten die Mehrzahl der Mannschaft. Dann segelten sie gen Molykrion, errichteten auf dem Vorgebirge Rhion ein Siegeszeichen, und nachdem sie dem Neptun noch ein Schiff zum Weih« gescheut gebracht, kehrten sie nach Naupaktos zurück. Auch Adie Pelo- 429 v. Chr. ponnesier segelten mit dem Reste ihrer Schiffe längs der Küste aus Dyme und Paträ nach der Eleischen Schiffswerft Kyllene, und auch Knemos mit den dortigen Schiffen, welche sich mit dieser Flotte Hütten vereinigen sollen, kamen nach dem Gefecht bei Stratos nach Kyllene.

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