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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

86 Die Peloponnesier in Kyllene nun hatten, während die Athener auf Kreta zurückgehalten wurden, ihre Rüstungen zu einer Seeschlacht vollendet und segelten jetzt nach Panormos in Achaia, wohin bereits das peloponnesische Landheer zu ihrem Beistande marschirt war. 429. v. Chr. Auch Phormio segelte nach dem molykrifchen Rhion und ging außerhalb desselben mit den zwanzig Schiffen vor Anker, mit denen er auch die erste Seeschlacht geliefert hatte. Dies Rhion war nämlich das den Athenern freundlich gesinnte; das andere liegt grade gegenüber im Peloponnes. Die Entfernung zwischen beiden zur See betrügt ungefähr sieben Stadien, und hier eben ist die Mündung des krisäischen Meerbusens. Bei dem achäifchen Rhion also, das von Panormos, wo ihr Landheer stand, nicht weit entfernt ist, gingen die Peloponnesier mit sieben und siebzig Schiffen vor Anker, da sie die Athener dasselbe thun sahen. So blieben sie sechs oder sieben Tage einander gegenüber liegen, sich unterdessen zur Seeschlacht übend und vorbereitend. Die Einen gedachten ihrer früheren Niederlage und wollten sich nicht aus den beiden Rhien hinaus aus die offene See wagen, und die Andern wollten nicht in den engen Busen einfahren, in der Ueberzeugung, daß ein Kampf auf beengtem Raume jenen günstig sei. Knemos und Brafidas aber und die übrigen Feldherrn der Peloponnesier wollten die Seeschlacht so bald als möglich liefern, bevor noch Hülfe von den Athenern kommen könne: deshalb riefen sie zuerst die Soldaten zusammen, und da sie sahen, daß die Mehrzahl derselben sich vom Schrecken der ersten Niederlage noch nicht erholthatten und sich keineswegs kampfes« muthig zeigten, so suchten sie sie aufzumuntern und redeten sie also an:

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