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Kitap 2

93 Bevor jedoch die Mannschaft der nach Korinth und in den Krisäischen Meerbusen abgefahrenen Flotte entlassen wurde, wollten Knemos und Brasidas und die übrigen peloponne­ sischen Feldherren auf Anheimgabe der Megarer einen Hand­ streich gegen den Peiraieus, den Hafen der Athener, unternehmen, der ja, da die Athener die See beherrschten, weder besetzt noch I verschlossen war. Zu dem Ende sollten ihre Seeleute, jeder mit seinem Ruder, Sitzkissen und Ruderriemen, von Korinth zu Fuß hinüber an die andere See gehen, sich schleunigst nach Megara begeben und die dort auf der Werft in Nisaia be­ findlichen vierzig Schiffe der Megarer flott machen, um damit gradeswegs nach dem Peiraieus zu fahren. Denn Kriegs­ schiffe zum Schutze des Hafens waren dort nicht vorhanden, und sein Mensch dachte an die Möglichkeit eines solchen Über­ falls. Einen offenen Angriff aus dem Stegreif, glaubte man, würde der Feind nicht wagen, ein dahin gehender Anschlag aber nicht unbemerkt bleiben können. Der Plan war kaum ge­ faßt, so waren sie auch schon unterwegs. Sie kamen bei Nacht in Nisaia an und holten die Schiffe inS Wasser, fuhren damit aber, weil sie Gefahr fürchteten, angeblich auch durch den Wind gehindert wurden, nicht, wie beabsichtigt, gleich nach dem Pei­ raieus, sondern nach der Megara gegenüberliegenden Spitze von Salamis. Hier befand sich ein Wartturm, bei dem drei Kriegsschiffe auf Posten standen, um allen Schiffsverkehr von und nach Megara zu verhindern. Sie versuchten den Turm zu stürmen, nahmen die Kriegsschiffe teer in Schlepptau und verheerten die Insel, wo niemand eines Überfalles gewärtig war.

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