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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

100 Da diese Makedonier es mit dem großen Heere, das gegen sie heranzog, nicht aufnehmen konnten, zogen sie sich in die im Lande vorhandenen Schlösser und festen Plätze zurück. Allzuviel gab es deren freilich damals nicht. Später erst hat Archelaos, der Sohn des Perdikkas, nachdem er König ge­ worden, die jetzt vorhandenen Festungen gebaut, gebahnte Wege angelegt und die Einrichtungen für den Krieg überhaupt vervollkommnet und dabei für Ausbildung der Reiterei und des Fußvolks mehr getan als alle acht Könige vor ihm. Die Thraker rückten mit ihrem Heere zunächst in die früher von Philipp beherrschten Landesteile ein und nahmen Jdomene mit Sturm, während ihnen Gortynia, Atalense und einige andere Plätze freiwillig die Tore öffneten und aus Liebe zu Amynthas, dem im Heere befindlichen Sohne Philipps, zu ihnen über­ gingen. Europos belagerten sie, konnten es aber nicht nehmen. Darauf drangen sie auch in die übrigen Teile von Makedonien vor, links von Pella und Kyrrhos; darüber hinaus aber nach Dottiaia und Pierien kamen sie nicht; dagegen verheerten sie Mygdonien, Grestonien und Anthemus. Die Makedonier dachten gar nicht daran, es mit ihrem Fußvolk gegen sie aufzunehmen; die Reiter aber, die sie sich von ihren Verbündeten im Ober­ lande hatten kommen lassen, brachen bei Gelegenheit trotz ihrer geringen Zahl in die Masse der Thraker ein, und wo diese tapferen Panzerreiter einsetzten, warfen sie alleS vor sich nieder. Jedoch liefen sie dabei doch immer Gefahr, von der so vielfach überlegenen Masse umfaßt zu werden, und so gaben sie es schließlich auf, weil sie sich der Menge gegenüber zu solchen Wagnissen zu schwach fühlten.

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