Kitap 2
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Zu diesem Zuge aus dem Odryserlande hatte er zuerst von den Thrakern diejenigen in die Waffen gerufen, welche zwischen dem Hämos ^Balkan^s und dem Rhodope-Gebirge ^Despoto-Dag^ wohnen, soweit sie eben unter seiner Herrschaft standen, hinüber bis zum Meere, dem Euxinos ^schwarzen Meeres nämlich und dem Hellespont ^Straße der Dardanellen). Darauf auch die Geten jenseits des Hämos und die übrigen Völker, so viele ihrer diesseits des Jster ^Donau^ weiter gegen den Euxinos hin wohnen. Die Geten und die Anderen in jenen Gegenden sind aber Gränznachbarn der Skythen und haben dieselbe 14* 429 v. Chr. Bewaffnung, denn Alle sind Bogenschützen zu Pferde. Auch von den freien Thrakern im Gebirge, welche Schwerter tragen und unter dem Namen der Dier meist den Rhodope bewohnen, rief er Viele zu sich. Die Einen hatte er um Sold gedungen, Andere aber gingen als Freiwillige mit. Auch die Agrianer und Lääer und die übrigen Päonischen Völker, die unter ihm standen und die Gränze seiner Herrschaft bildeten, bis zu den Graäischen Päoniern und dem Strymon-Flusse [Jskar] , der vom Skomischen Gebirge ^Witoscha^ herab durch das Gebiet der Graäer und Lääer fließt, wo schon die Gränze seiner Herrschaft gegen das Land der freien Päonier hin war. Gegen die Triballer hin, welche ebenfalls unabhängig sind, bildeten die Trerer und Tilatäer die Gränze. Diese wohnen nämlich vom Skomischen Gebirge nordwärts und erstrecken sich gegen Sonnenaufgang bis zum Oskios-Fluffe ^Jskru^. Dieser kommt aber von demselben Gebirge, auf welchem auch der Nestos ^Karasu^ und der Hebros Wariza^ entspringen. Dies Gebirg ist unbewohnt und dehnt sich weit hin, denn es schließt sich an den Rhodope an.