Kitap 2
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Diese Makedonier nun waren nicht im Stande, sich der heranrückenden großen Heeresmacht entgegenzustellen, und zogen sich deshalb in die Burgen und festen Plätze zurück, so viele deren im Lande waren. Ihre Zahl war aber nicht gar groß, sondern erst später hat Archelaos, des Perdikkas Sohn, nachdem er König geworden, die jetzigen Festungen im Lande gebaut, grade Straßen angelegt und die sonstigen, das Kriegswesen fördernden Maßregeln getroffen, wie er denn in Verbesserung der Reiterei, der Bewaffnung und der Ausrüstung überhaupt mehr gethan hat als alle acht Könige 429 v. Chr. vor ihm. — Das Heer der Thraker nun fiel aus Doberos zuerst in die Landschaften ein, welche früher die Herrschaft des Philippos gebildet hatten, und nahmen Eidomene mit Gewalt; Gortynia aber und Atalante und einige andere Plätze ergaben sich aus Zuneigung zu dem mitziehenden Amyntas, dem Sohne des Philippos, durch gütlichen Vergleich. Europos belagerten sie, konnten es aber nicht nehmen. Darauf drangen sie weiter in das übrige Makedonien vor, welches links von Pella und Kyrrhos sich erstreckt; diesseits dieser Plätze aber, nach Bottiäa und Pieria kamen sie nicht, sondern verheerten nur Mygdonia, Grestonia und Anthemus. Die Makedonier konnten gar nicht daran denken, ihnen Fußvolk entgegenzustellen, sondern nahmen Reiter von ihren binnenländischen Bundesgenossen, die bei guter Gelegenheit in geringer Zahl in den großen Heerhaufen der Thraker einbrachen, und wo sie anstürmten, konnte den tapferen Panzerreitern Nichts widerstehen; da sie aber umringt werden konnten, so geriethen sie dem vielfach überlegenen Haufen gegenüber oft in große Gefahr, so daß sie endlich Ruhe gaben, weil sie sich nicht stark genug glaubten, den Kampf mit der Mehrzahl zu wagen.