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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 2

101 Sitalkes knüpfte nun mit Perdikkas Unterhandlungen an wegen der Dinge, die ihn zum Kriege veranlaßt hatten, und da die Athener mit der Flotte nicht ershcienen waren, weil sie nicht geglaubt hatten, daß er mit dem Heere kommen werde, sondern nur Gesandte mit Geschenken an ihn schickten, so entsandte er einen Theil seines Heeres gegen die Chalkidier und Bottiäer, trieb sie hinter ihre Mauern und verwüstete das Land. Während er nun in diesen Gegenden stand, so fürchteten die nördlichen Thessaler, die Magneter und die andern thessalischen Unterthanen und die Hellenen bis zu den Thermopylen hin, der Zug möge vielleicht auch ihnen gelten, und hielten sich deshalb gerüstet auf ihrer Hut. Es fürchteten sich aber auch die Thraker jenseits des Strymon, welche die gegen Norden sich dehnende Ebene bewohnen, Panäer und Odomunter, Droer und Dersäer; denn diese alle sind noch unabhängig. Auch bei den den Athenern feindlich gesinnten Hellenen erregte er die Besorgniß, ob er nicht, von jenen bewogen, gemäß des Bundes- vertrages gegen sie heranziehen werde. Er aber hielt unterdessen das 429 v. Chr Chalkidische und Bottische Gebiet und Makedonien besetzt und verheerte das Land, und da er Nichts von dem durchzusetzen vermochte, weshalb er den Krieg unternommen, auch sein Heer keine Nahrungsmittel mehr sand und überdies von der Kälte litt, so ließ er sich von seines Bruders Spardakos Sohn, dem Seuthes, der nach ihm der machtigste Mann war, überreden schleunig abzuziehen. Den Seuthes hatte aber heimlich Perdikkas gewonnen, indem er ihm seine Schwester mit großer Mitgift zu geben versprach. Jener also ließ sich überreden und zog, nachdem er dreißig Tage im Lande gestanden, wovon acht bei den Chalkidiern, mit dem Heere schleunig nach Haus zurück. Perdikkas aber gab später seine Schwester Stratonika wirklich dem Seuthes, wie er versprochen hatte. — Diesen Verlauf hatte der Feldzug des Sitalkes genommen.

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