Kitap 3
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Die Athener merkten recht gut, daß sie diese Rüstungen betrieben, weil man ihre Kräfte unterschätzte, und wollten ihnen beweisen, daß man sich darin geirrt und sie ihrerseits sehr wohl imstande seien, der vom Peloponnes kommenden Flotte die Spitze zu bieten, auch ohne ihre Schiffe von Lesbos zurückzuziehen. Sie stellten gleich hundert Schiffe in Dienst, deren Mannschaft sie teils aus der Bürgerschaft - mit Aus nahme der Ritter und Fünfhundertscheffler -, teils aus den Schutzverwandten entnahmen, und gingen damit in See, zeigten sich am Isthmus und landeten im Peloponnes überall nach Belieben. Beim Anblick dieser Flotte, der ihnen völlig uner wartet kam, glaubten die Lakedämonier, die Mytilener hätten ihnen nicht die Wahrheit gesagt, und trauten deshalb ihrer Sache nicht. Da überdies die Bundesgenossen ausblieben und sie dann gar noch die Nachricht erhielten, daß die um den Peloponnes kreuzenden dreißig Schiffe der Athener die Um gegend ihrer Hauptstadt verwütseten, gingen sie wieder nach Hause. Später rüsteten sie dann doch eine Flotte, um sie nach Lesbos zu schicken, zu der die einzelnen Städte im ganzen vierzig Schiffe stellen mußten. Den Oberbefehl darüber erhielt Alkidas, der damit nach Lesbos abgehen sollte. Als die Athener sahen, daß die Gegner abgezogen waren, gingen sie mit ihren hundert Schiffen wieder nach Hause.