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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 3

24 Vom Graben auS schlugen die Platäer nunmehr in Reih und Glied den Weg nach Theben ein, wobei sie den Tempel deS Heros Androkrates rechts liegen ließen. Sie glaubten nämlich, der Feind werde nichts weniger vermuten, als daß sie den Weg in Feindesland wählen würden. Auch konnten sie sich alsbald davon überzeugen, daß die Peloponnesier sie auf dem Wege nach dem Kythäron und Dryos-Kephalai, der nach Athen führt, bei Fackelschein verfolgten. Etwa sechs bis sieben Stadien blieben sie auf dem Wege nach Theben; dann wandten sie sich seitwärts und schlugen den Weg ins Gebirge nach Erythrai und Hysiai ein, gingen über das Gebirge und gelangten, ihrer im ganzen noch zweihundertzwölf Mann, glücklich nach Athen; denn einige von ihnen waren schon, bevor sie über die Mauer stiegen, wieder umgekehrt, und einer, ein Bogen­ schütz, war am äußeren Graben den Feinden in die Hände gefallen. Die Peloponnesier aber gaben die Verfolgung auf und kehrten wieder an die alte Stelle zurück. Die Platäer in der Stadt wußten nichts davon, daß die Sache gut abgelaufen war, hatten vielmehr von den in die Stadt Zurückgekehrten gehört, daß keiner mit dem Leben davongekommen sei. Sie schickten deshalb bei Tagesanbruch einen Herold hinaus, um einen Waffenstillstand zur Bestattung der Toten zu erbitten, beruhigten sich dann aber, als sie die Wahrheit erfuhren. So gelangten die tapferen Platäer über die Mauer und in Sicherheit.

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