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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 3

23 Unterdessen erstieg ein Theil der Platäer die Mauer, und so wie die Vordersten hinaufgekommen waren, bemächtigten sie sich der beiden ^nächsten) Thürme, indem sie die Wachen daselbst tödteten, und besetzten dann selbst die Durchgänge unter den Thürmen, um zu verhindern, daß da Keiner zu Hülfe kommen könne. Dann legten sie von der Mauerhöhe Leitern an die Thürme, hießen eine Zahl Männer hinaufsteigen und konnten nun vom Fuß der Thürme wie von oben herab heranrückende Feinde durch Schießen abwehren. Unterdeß hatte aber auch der große Haufe der Platäer viele Leitern zugleich angelegt, rissen die Brustwehren ab und setzten zwischen den beiden Thürmen über die Mauer. War einer glücklich hinübergekommen, so stellte er sich am Rand des Grabens auf, und so schossen und schleuderten sie von dort aus, wenn Einer etwa längs der säußeren) Mauer herankäme, das Uebersteigen zu hindern. Als nun auch die von den Thürmen alle herabgekommen waren, gelangten die, welche zuletzt nieder- stiegen, nur noch mit Mühe bis an den Graben, denn jetzt stießen die dreihundert auf sie mit Fackeln. Die Platäer nun, die am Rand des Grabens im Dunkeln standen, konnten jene viel besser sehen und zielten mit Pfeilen und Wurfspießen nach den unbedeckten Körpertheilen; sie selbst aber, wie sie im Finstern standen, konnten wegen des Fackelscheins nicht so leicht gesehen werden. So kamen denn auch die Letz« ten der Platäer rechtzeitig über den Graben, wenn auch mit Mühe nnd Gefahr; denn es hatte zwar Eis drüber gefroren, aber nicht stark genug, um Menschen zu tragen, sondern mehr wässerig,. da grade Nord- oder Nord-Ost-Wind blies. Dieser Wind hatte in der Nacht auch Schnee gebracht und das Wasser im Graben so geschwellt, daß beim Uebersetzen kaum noch die Köpfe hervorragten. Doch wurde 427 v. Chr. ihnen auch die Flucht um so leichter bei so stürmischem Wetter. l

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