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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

124 Unterdessen zogen Brasidas und PerdikkaS vereint zum zweiten Mal nach Lynkos gegen den Arrhibäos. Der Eine führte die Macht der Makedonier in's Feld, über die er herrschte, nebst Schwerbewaffneten auS den dort wohnenden Hellenen: jener aber außer den ihm übrig gebliebenen Peloponnesiern noch Chalkidier und Akanthier und aus den übrigen Städten nach Verhältniß ihrer Macht. Im Ganzen betrugen die schwerbewaffneten Truppen der Hellenen ungefähr dreitausend; Reiter seitens der Makedonier und Chalkidier zogen im Ganzen nahe an tausend Mann mit, und außerdem ein zahlreicher Haufe Barbaren. Im Gebiet des Arrhibäos eingedrungen fanden sie die Lynkester bereits zu ihrem Empfange bereit im Feld stehen und schlugen selbst ihnen gegenüber ein Lager. Von beiden Seiten hatten die Fußvölker Hügel besetzt, zwischen denen eine Ebene lag. In diese ritt zuerst die Reiterei beider Theile hinab und lieferte sich ein Reitertressen, und als dann zuerst die Lynkestischen Schwerbewaffneten ihrer Reiterei nach vom Hügel herab eilten und sich zum Gefecht bereit zeigten, führten auch Brasidas und Perdikkas ihnen ihre Leute entgegen, stießen mit ihnen zusammen nnd trieben die Lyn-, kester in die Flucht, von denen sie viele niederhieben; die Uebrigen flüchteten auf die Anhöhen und verhielten sich dort ruhig. Danach errichteten jene ein Siegeszeichen und blieben zwei oder drei Tage- ruhig liegen, wartend auf die Jllyrier, welche, vom Perdikkas um Sold gedungen, noch kommen sollten; daraus wollte Perdikkas gegen 423 v. Chr. die Dörfer des Arrhibäos ziehen und nicht mehr unthätig sitzen bleiben; Brasidas aber, der um Mende besorgt war, daß es, wenn die Athener zur See dort früher erschienen, unterliegen möchte, bezeigte dazu keine Lust, zumal auch die Illyrier nicht kamen, und wollte lieber zurückziehen.

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