Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

18 „Grade unser jetziges Mißgeschick ist der beste Beweis dafür. Wir, die wir in Griechenland das beste Ansehen hatten und uns bis dahin einbildeten, es stände lediglich bei uns, euch unserseits Bitten zu gewähren, kommen jetzt als Bittende zu euch. Und das nicht etwa, weil wir an Macht eingebüßt oder unS unserer Macht überhoben hätten, sondern weil wir unS auf unsere Macht zu sehr verließen; und so kann es jedem gehen. Darum dürft auch ihr nicht jetzt im Vertrauen auf die jetzige Macht eurer Stadt und eures Bundes darauf rechnen, daß euch das Glück beständig treu bleiben werde. Verständige Männer, die sich nicht zu fest auf das Glück ver­ lassen, verlieren auch im Unglück nicht gleich den Kopf und wissen, daß der Krieg nicht nach ihrem Belieben verläuft, sondern wie es des Schicksals Wille ist. Und wie sie so leicht kein Unglück trifft, weil ein Erfolg sie nicht übermütig macht, so werden sie gewiß auch im Unglück am ersten bereit sein, die Hand zum Frieden zu bieten. Und das würde auch euch, Athener, jetzt uns gegenüber wohl anstehen, um nicht später, wenn ihr uns abgewiesen und dann, wie das immer kommen kann, auf einmal Unglück habt, eure jetzigen Erfolge nur als einen Glücksfall ansehen zu müssen, während ihr es jetzt in der Hand habt, ohne was dabei zu wagen, den Ruhm eurer Macht und Einsicht auf die Nachwelt gelangen zu lassen.

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