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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

38 Daraufhin senkten die meisten ihre Schilde und erhoben die Hände zum Zeichen, daß sie dazu bereit seien. Während der infolgedessen eingetretenen Waffenruhe traten Kleon und Demosthenes und von jener Seite Stryphon, Pharax' Sohn, zu Unterhandlungen zusammen. Von den bisherigen Befehls­ habern war nämlich der erste, Epitadas, gefallen, Hippagretos, sein Vertreter, lebte zwar noch, aber lag für tot unter den Leichen, und Stryphon war ihnen, wie üblich, für den Fall, daß beiden etwas zustieße, als dritter beigeordnet. Er und die mit ihm ershcienenen Lakedämonier erklärten nun, sie wollten durch einen Herold bei den Ihrigen auf dem Festlande an­ fragen lassen, was sie tun sollten. Die Athener aber ge­ statteten keinem von ihnen, die Insel zu verlassen, sondern ließen selbst Herolde vom Festlande kommen, und nach zwei­ bis dreimaligem Hin- und Herfragen brachte der letzte, welcher von den Lakedämoniern vom Festlande herüberkam, den Be­ scheid, sie möchten tun, was sie selbst für gut fänden, nur ihrer Ehre nichts vergeben. Nun überlegten sie die Sache unter sich und beschlossen, die Waffen zu strecken und sich gefangen zu geben. Den Tag und die darauffolgende Nacht bewachten die Athener ihre Gefangenen auf der Insel, am Tage darauf aber errichteten sie ein Siegeszeichen, machten alles zur Ab­ fahrt fertig und gaben die Gefangenen den einzelnen Befehls­ habern ihrer Kriegsschiffe in Gewahrsam. Die Lakedämonier aber schickten einen Herold und ließen ihre Toten abholen. Die Zahl der auf der Insel Gefallenen und lebend Gefangenen anlangend, so waren im ganzen vierhundertundzwanzig Hopliten hinübergebracht; davon wurden zweihundertzweiundneunzig lebend abgeführt, die übrigen waren gefallen. Unter den Lebenden befanden sich über hundertzwanzig Spartiaten. Die Athener hatten nur wenige verloren; denn zu einer eigentlichen Schlacht war es ja nicht gekommen.

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