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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

39 Die ganze Zeit, welche die Leute auf der Insel eingeschlossen gewesen waren, von der Seeschlacht bis zu dem Gefechte auf der Insel, betrug zweiundsiebzig Tage. Davon waren ihnen zwanzig Tage, während der Abwesenheit der Gesandten zu Friedensverhandlungen, Lebensmittel geliefert, an den übrigen hatten sie davon gelebt, was ihnen heimlich zugeführt wurde. ES gab noch Mehl auf der Insel, und auch noch andere Eß­ waren wurden dort vorgefunden; denn Epitadas hatte während seines Oberbefehls die Rationen knapper bemessen als nötig gewesen wäre. Die Athener und die Peloponnesier zogen nun beide von Pylos ab und wieder nach Hause, und KleonS Ver­ sprechen, so unsinnig es auch war, ging wirklich in Erfüllung; denn binnen zwanzig Tagen brachte er die Leute ein, wie er sich anheischig gemacht hatte.
40 Unter allen Ereignissen des Krieges kam keins den Griechen so wider Erwarten wie dies. Denn sie waren über­ zeugt, die Lakedämonier würden trotz Hunger und Not unter keinen Umständen die Waffen strecken, sondern lieber kämpfend, wie sie gekonnt, auf dem Schilde ihr Leben lassen. Ja man bezweifelte, ob die, welche die Waffen gestreckt, ebenso tapfer gewesen wie die Gefallenen. Als später einmal einer der athenischen Bundesgenossen einen Gefangenen von der Insel boshaft fragte, ob es die Tapferen unter ihnen gewesen, die gefallen wären, gab der ihm zur Antwort, das müßte ein merk­ würdiger Pfeil gewesen sein, der die Tapferen hätte unter­ scheiden können, um ihm zu bedeuten, daß eben jeder gefallen sei, den die Pfeile oder die Steine zufällig getroffen.

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