Kitap 4
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Als sie nun an der lakonischen Küste hinsegclten und erfuhren, daß die Schiffe der Peloponnesier schon bei Kerkyra stünden, so drängten Eurymedon und Sophokles darauf, die Fahrt gegen Kerkyra zu beschleunigen Demotshenes aber rieth, man solle zuerst bei PyloS vor Ankergehen, und nachdem man ausgeführt, was er dort gethan haben wolle, dann die Fahrt weiter fortsetzen. Als nun die Andern dem widersprachen, erhob sich zufällig ein Sturm und trieb die Schiffe auf PyloS hin. DemotsheneS verlangte nun, man solle den Platz allsogleich befestigen; denn deßhalb grade sei er mitgefahren; und nun zeigte er, wie Ueberfluß an Holz und Steinen vorhanden und der Platz von 'Natur stark und überdieß noch aus eine weite Strecke Landes hin unbewohnt sei. Denn von Sparta liegt Pylos 2) Vgl. III. 115. 3) Vgl. III, 85. 4) Vgl. III. 114. 5) Dieß PyloS (jetzt Navarin) im alten Messenien war wohl auch Sii, der Nachkommen des NclenS (d. i. deS homerischen Nestor u. s. w.) deren Reich Triphylien und daS südliche Elis »msaßte. Als die Nachsolger deS Königs MenelaoS in Sparta schwächer an Macht wurden, bemächtigten sich die Neliden auch Messenien?, so daß Pylos nun Vorort Messenien? wurde. — Seit der Austreibung der späteren Messen!» durch die Laledämonier lag die ganze Gegend wüste und verlassen. ungefähr vierhundert Stadien (10 deutsche Meilen) entfernt, auf dem 422 v Chr. Gebiete, welches früher Messenien war; die Lakedämonier aber nennen, den Ort Koryphasion. Jene indeß sagten, der Peloponnes habe ja viele unbewohnte Vorgebirge, wenn er durchaus die Stadt durch Landbesetzung in Kosten bringen wolle. Ihm aber schien der Ort vor andern ausgezeichnet, da er auch einen Hafen besitze, und die Messenier, denen ja das Land von Alters her erbzukömmlich sei und die auch mit den Lakedämoniern dieselbe Sprache redeten, würden jenen von da aus sehr vielen Schaden thun können und für den Platz eine zuverläßige Besatzung sein 6 ).