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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

64 „Und ich, der ich hier, wie schon vorhin gesagt, die größte Stadt vertrete und an sich den Hieb für die beste Deckung halte, bin angesichts der uns drohenden Gefahren auch meiner­ seits bereit, die Hand zum Frieden zu bieten, weil ich es für verkehrt halte, den Gegner auch dann noch weiter zu be­ kämpfen, wenn es einem selbst zum größten Schaden gereicht. Auch bin ich nicht töricht und verbissen genug, zu glauben, das Glück, dem ich nichts befehlen kann, ebenso wie mich selbst in der Gewalt zu haben, und deshalb, soweit es sich mit unserer Ehre verträgt, zum Nachgeben bereit. Von euch aber erwarte ich, daß ihr es auch so macht und euch untereinander zu Zugeständnissen entschließt, ehe der Feind euch dazu zwingt. So nahe Angehörige wie wir brauchen sich wahrlich nicht zu schämen, ihre Streitigkeiten friedlich beizulegen, der Dorier mit dem Dorier, der Chalkidier mit seinen Anverwandten, alle­ samt Nachbaren und Bewohner des einen, meerumflossenen Eilands, die wir sind und Einen Namen, Sikelioten, führen. Gewiß, auch künftig werden wir uns gelegentlich noch unter­ einander bekriegen, aber dann doch auch bald wieder mit­ einander verständigen und Frieden schließen; den fremden Ein­ dringlingen gegenüber aber werden wir so vernünftig sein, immer alle für einen Mann zu stehen, da ja auch der Schaden, den der einzelne nehmen würde, uns allen Gefahr bringt. Aus­ wärtige Mächte aber wollen wir künftig niemals als Bundes­ genossen oder Vermittler ins Land rufen. Auf diese Weise verschaffen wir Sizilien sofort den doppelten Vorteil, daß eS die Athener und den Bruderkrieg loswird, und wir werden in Zukunft hier in freiem Lande unsere eigenen Herren und fremder Begehrlichkeit weniger ausgesetzt sein."

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