Kitap 4
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Mit Tagesanbruch, als die Mauer schon gewonnen war und die Megarer in der Stadt in Bewegung geriethen, sagten diejenigen, welche die Sache mit den Athenern eingefädelt hatten, und die Andern aus der Menge, die mit ihnen einverstanden waren, man solle die Thore öffnen und zum Kampf ausziehen. Sie hatten nämlich abgekartet, daß nach Eröffnung der Thore die Athener hereindringen sollten; sie selbst wollten sich aber, damit ihnen kein Leids geschehe, dadurch kenntlich machen, daß sie sich mit Oel salbten. Es wurde aber jetzt noch gefahrloser für sie, die Thore zu öffnen; denn der Verabredung gemäß waren von Eleusis her viertausend athenische Schwerbewaffnete und sechshundert Reiter die Nacht durch marschirt und bereits angekommen. Als sie nun schon gesalbt am Thore standen, theilte Einer der Mitwissenden den Andern die Verrätherei mit, und diese wandten sich nun insgesammt um und sagten, man dürfe weder gegen 424 v. Chr. den Feind ausziehen — denn nicht einmal früher, bei größerer Macht, habe man das gewagt — noch auch die Stadt in so offenbare Gefahr stürzen; wenn aber Einer sich dem nicht fügen wolle, der werde es mit ihnen zu thun haben. Sie ließen aber Nichts merken, daß sie um die Verabredungen wußten, sondern stellten nur, als ob sie das Beste wollten, ihre Ansicht mit Nachdruck auf und blieben zugleich als Wache bei den Thoren, so daß die Verräther nicht durchsetzen konnten, was sie Willens waren.