Kitap 4
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Da nun die Feldherrn der Athener sahen, daß irgend ein feindliches Hinderniß eingetreten sei und daß ihre Kraft nicht ausreichen werde, die Stadt im Sturme zu nehmen, so gingen sie sogleich daran, Nisäa mit Schanzen einzuschließen, weil sie dachten, wenn sie den Platz nehmen könnten, bevor ihm noch Zuzug käme, würde sich auch wohl Megara eher ergeben. Eiserne Werkzeuge und Steinmetzen und was sonst nöthig war, war aus Athen schnell zur Hand. Nun begannen sie bei den langen Mauern, die sie erobert hatten, zogen zwischen beiden gegen Megara hin eine Quermauer und dann von hier aus nach beiden Seiten hin eine Mauer bis zum Meer bei Nisäa. Graben und Mauerwerk vertheilte das Heer unter sich, indem sie Steine und Ziegel aus der Vorstadt nahmen und einzelne Bäume und Waldgehölz niedershclugen, um, wo es nöthig war, Verhaue herzustellen. Auch die Häuser der Vorstadt erhielten Brustwehren und konnten nun selbst als Verschanzungen dienen. Diesen ganzen Tag über blieben sie an der Arbeit, und als am folgenden Tage gegen Abend nur noch ein kleines Stück an der Mauer fehlte, geriethen die in Nisäa in Furcht wegen Mangels an Lebensmitteln — denn sie erhielten dieselben immer nur für einen Tag aus der oberen Stadt — und da sie auch glaubten, daß die Peloponnesier ihnen nicht so bald zu Hülfe kommen würden, und sie auch die Megarer sich feindlich gesinnt wähnten, so schloßen sie mit den Athenern einen Vergleich. Sie wollten jetzt ihre Waffen ausliefern, und dann solle sich jeder einzeln um ein bestimmtes Geldstück loskaufen; über die Lakedämonier aber, den Anführer nämlich und wer sonst noch mit darin war, sollten die Athener nach Gutdünken verfügen. Auf diese Bedingungen ergaben sie sich und zogen dann ab. Nun rissen die Athener die langen Mauern, da, wo sie an Megara anstießen, nieder, nahmen Nisäa in Besitz und 424 v. Chr. trafen weiter ihre Anstalten.