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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

70 Damals nun stand grade der Lakedämonier Brasidas, Sohn des Tellis, in der Gegend von Sikyon und Korinth, einen Feldzug gegen Thrakien vorbereitend. Als dieser die Wegnahme der langen Mauern erfuhr, fürchtete er für die Peloponnesier in Nisäa, wie auch, daß Megara genommen werden könnte, und schickte zu den Böotiern mit der Aufforderung, ihm in aller Eile gegen Tripodiskos mit einem Heerhaufen entgegen zu ziehen — es ist dieß das Dorf dieses Namens aus dem Gebiet von Megaris, am Fuße des Geranischen Gebirges — und er selbst marschirte dahin mit zweitausend siebenhundert Sikyoniern, und wer sich sonst bereits um ihn geschaart hatte. Dabei glaubte er nämlich, Nisäa noch unerobert zu finden. Wie er aber den Stand der Dinge erfuhr — er war nämlich zur Nachtzeit gegen Tripodiskos ausmarshcirt — wählte er, bevor er noch ausgekundschaftet würde, dreihundert Mann aus seinem Heere und rückte unter die Mauern der Megarer, ohne daß die Athener es merkten, welche in der Küstengegend standen. Er wollte vorgeblich, und sofern es möglich wäre allerdings auch in der That, einen Versuch auf Nisäa machen, vorzüglich lag ihm aber daran, sich nach Megara zu werfen und sich diese Stadt zu sichern. Er verlangte nun, sie sollten ihn einlassen, vorgebend, er habe Hoffnung, Nisäa zurückzugewinnen.

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