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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

80 Denn die Lakedämonier hofften, sich die Athener, die dem Peloponnes und besonders ihrem eigenen Lande so schwer auflagen, am ersten vom Halse zu schaffen, wenn sie ihnen selbst zu Leibe gingen und ein Heer ins Land ihrer Bundes­ genossen schickten, zumal diese sich erboten, dessen Verpflegung zu übernehmen, und sie zu Hilfe riefen, um die Herrschaft der Athener abzuschütteln. Zugleich bot sich ihnen damit ein er­ wünschter Vorwand, eine Anzahl Heloten außer Landes zu schicken, damit diese nicht etwa den Augenblick, wo Pylos in Feindeshand war, benutzten, um sich zu empören. Auch hatten sie aus Furcht vor ihrem zahlreichen jungen Nachwuchs bereits zu einer anderen Maßregel gegen sie gegriffen, wie denn bei ihnen von jeher im Grunde alles darauf hinauslief, die He­ loten im Zaume zu halten. Sie machten bekannt, aber nur um sie auf die Probe zu stellen, wer unter ihnen sich besonders tüchtig zum Kriegsdienst fühle, solle sich melden und dann eingestellt und freigelassen werden; denn vermutlich würden grade die, welche am meisten nach Freiheit verlangten, auch zuerst bei der Hand sein, ihnen den Hals abzuschneiden. Es wurden denn auch gegen zweitausend ausgehoben, die darauf als nunmehr freie Leute bekränzt durch die Tempel zogen. Nach kurzer Zeit aber ließen die Lakedämonier sie sämtlich verschwinden, und niemand erfuhr, wo und wie sie ums Leben gekommen waren. So nahmen sie auch jetzt gern die Gelegen­ heit wahr, siebenhundert Heloten als Hopliten mit Brasidas hinauszuschicken. Im übrigen bestand dessen Heer aus Söldnern, die er im Peloponnes geworben hatte.

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