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Kitap 4

83 Sobald Brasidas mit seinem Heere zu ihm gestoßen war, zog Perdikkas gegen Arrhibaios, Bromeros' Sohn, den König der makedonischen Lynkester, zu Felde, seinen Grenzn ach baren, mit dem er in Streit lag und den er unterwerfen wollte. Als er und Brasidas im Begriff waren, mit dem Heere nach Lynkos einzurücken, erklärte Brasidas, er wolle sich vor Beginn der Feindseligkeiten erst selbst zu Arrhibaios begeben und ihn wo­ möglich in Güte zu einem Bündnis mit den Lakedämoniern zu bewegen suchen. Arrhibaios hatte ihm nämlich schon durch einen Herold seine Bereitwilligkeit andeuten lassen, sich seiner schiedsrihcterlichen Entscheidung zu unterwerfen, und die chalki­ dischen Gesandten, die dabei zugegen gewesen, hatten empfohlen, Perdikkas die Sache nicht gar zu leicht zu machen, damit er auch für ihre Zwecke zu haben wäre. Außerdem hatten auch die Gesandten des Perdikkas in Lakedämon sich dahin geäußert, er werde den Lakedämoniern in seiner Nachbarschaft zahlreiche Bundesgenossen verschaffen, so daß Brasidas schon mit Rück­ sicht darauf den Streit mit Arrhibaios lieber durch eine persön­ liche Zusammenkunt sbeizulegen wünschte. Perdikkas aber er­ klärte,^ er habe ihn nicht als Schiedsrichter gerufen, sondern damit er ihm die Leute, die er ihm als seine Feinde bezeichne, bezwingen helfe, und es sei unrecht von ihm, während er seinerseits das Heer zur Hälfte ernähre, sich mit Arrhibaios in Verhandlungen einzulassen. Trotzdem begab sich Brasidas gegen den Willen des Perdikkas nach diesem Wortwechsel zu Arrhibaios und verständigte sich mit ihm, zog auch, noch bevor es zum Einfall in dessen Land kam, mit seinem Heere ab. Perdikkas aber fühlte sich dadurch gekränkt und zahlte seitdem statt der Hälfte nur noch ein Drittel der Verpflegungskosten.

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