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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

8 Als nun die Peloponnesier, die in Attika gestanden hatten, abgezogen waren, rückten die Spartiaten selbst und von ihren Beisitzern 8) die zunächst wohnenden rasch gegen Pylos heran; der Zuzug der übrigen Lakedämonier geschah langsamer, da sie grade erst von einem andern Feldzug zurückgekommen waren. Sie ließen aber im ganzen Peloponnes herum ansagen, man solle so schnell als möglich zum Angriff von Pylos zu ihnen stoßen, und sandten auch Botschaft zu ihren sechzig Schiffen bei Kerkyra, welche über die Landenge der Leukadier gebracht wurden und so nach Pylos kamen, unbemerkt von den Attischen Schiffen, die bei Zakvnthos lagen. Das Fußvolk war da schon in voller Zahl beisammen. Demosthenes nun, während die Schiffe der Peloponnesier noch im Ansegeln begriffen waren, schickte 7) Dieß Eion ist nicht der Hasen gleiches Namens bei Amphipolis (IV, IM), sondern in der Landschaft Vierte, an der Gränze der Bottiäer und ChaUidier gelegen. Mende am Busen von Salonichü 8) Vgl. B. l. 101, Ann. 35. unbemerkt noch zwei Schiffe mit Botschaft an den Eurymedon und 425 v. Chr. die Athener auf der Flotte bei Zakynthos: sie sollten herbeikommen, l da der Platz in Gefahr wäre; und diese beiden Schiffe beschleunigten auch ihre Fahrt, wie Demotshenes ihnen aufgetragen. Die Lakedämonier schickten sich nun an, die Verschanzung von der Land- und der Seeseite anzugreisen, in der Hoffnung, sie leicht zu nehmen, da das Mauerwerk in Eile ausgeführt und nur geringe Mannschaft darin sei. Weil sie aber auch gewärtig waren, daß die Attischen Schiffe von Zakynthos her zu Hülfe kämen, so nahmen sie auch Bedacht, für den Fall, daß sie den Platz nicht schon früher gewonnen haben sollten, die Eingänge des Hasens zu sperren, damit den Athenern daS Einlausen unmöglich wäre. Es macht nämlich die Insel, welche Sphak« teria heißt und nahe beim Land sich vor der Küste hinstreckt, den Hafen haltbar und die Einfahrten so eng, daß auf der Seite von Pylos und der Athenischen Verschanzung nur zwei Schiffe zugleich einsegeln können, auf der Seite gegen das andere Festland hin aber acht oder neun. Sie war ganz verlassen und daher mit Wald bedeckt und unwegsam und hatte in der Länge ungefähr fünfzehn Stadien ^5400 Schrittes. Die Einfahrten nun wollten sie verschließen, indem sie Schiffe, eines dicht neben dem andern, mit den Vordertheilen gegen einander gekehrt, austsellten. Die Insel selbst besetzten sie mit Schwerbewaffneten, aus Vorsorge, die Athener möchten von ihr auS sie angreisen, und ebenso stellten sie schweres Volk längs der Festlandsküstc hin. So dachten sie, werde die Insel die Athener abwehren können, und ebenso das Festland, welches eine Landung nicht erlaubte. Denn was von Pylos außerhalb der Einfahrt gegen daS offene Meer zu liegt, hat keinen Hafen und würde jenen keinen Punkt darbieten, von dem auS sie den Ihrigen Unterstützung gewähren könnten; sie selbst hingegen würden ohne Seekamps und ohne sonst etwas zu wagen den Platz ganz gewiß nehmen, da er keine LebenSmittel und nur geringe Kriegsrüstung besitze. Wie beschlossen, setzten sie denn auch Schwerbewaffnete nach der Insel über, die sie aus allen Abtheilungen durch das Loos hatten wählen lassen. Anfangs gingen aber auch Andere ablösungsweise hinüber; deren aber, welche dieß zuletzt traf und die dort eingeschlossen wurden, waren vierhundert und zwanzig und dazu die Heloten bei ihnen. Ihr Anführer war Epitadas,deS Molobros Sohn.

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