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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 4

11 Durch diese Worte des Demosthenes angefeuert, nahmen die Athener um so mutiger die ihnen unten am Strande an­ gewiesenen Stellungen ein. Die Lakedämonier aber eröffneten nun den Angriff auf die Festung zugleich mit dem Heere auf der Landseite und mit der Flotte, die zurzeit dreiundvierzig Segel stark war und von dem Spartaner Thrasymelidas, Kram­ sikles' Sohn, befehligt wurde. In der Tat griff dieser denn auch da an, wo Demotshenes erwartet hatte. Die Athener aber leisteten tapferen Widerstand, sowohl auf der Land- wie auf der Seeseite. Da man mit einer größeren Flotte hier nicht landen konnte, bildeten die Lakedämonier aus ihren Schiffen kleinere Abteilungen, die sich einander ablösen und Landungsversuche machen mußten. Sie bewiesen dabei die größte Tapferkeit und feuerten einander durch Zuruf an: Nur drauflos, um die Festung zu nehmen! Vor allen tat sich Brasidas dabei hervor, der selbst eine Triere befehligte. Wenn er sah, daß Befehlshaber oder Steuerleute bei der Schwierig­ keit der Landung, wo solche allenfalls noch möglich schien, aus Furcht, ihre Schiffe zu riskieren, nicht vorwärts wollten, fuhr er sie mit Donnerstimme an, sie sollten sich schämen, dem biß­ chen Holz zuliebe den Feind hier im Lande sich seine Festungen bauen zu lassen, und machen, daß sie ans Land kämen, auch wenn ihre Schiffe dabei in Trümmer gingen. Den Bundes­ genossen aber rief er zu, sich nicht lange zu besinnen, den Lake­ dämonier» für ihre großen Verdienste ihre Schiffe zu opfern, sondern sie auf den Strand zu treiben und um jeden Preis anS Land zu kommen zu suchen, um die Feinde und die Festung zu überwältigen.

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