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Kitap 4

103 Gegen diese Stadt zog Brasidas, der von Arnai in Chalkidike aufgebrochen war, also jetzt mit seinem Heere. Gegen Abend erreichte er Aulon und Bromiskos, wo der See Bolbe in die See mündet. Hier ließ er abkochen und setzte dann in der Nacht seinen Marsch fort. Es war stürmisches Wetter und schneite ein wenig. Um so mehr beeilte er sich, weil in Amphipolis außer den Verrätern, die ihm die Stadt übergeben wollten, niemand was von ihm merken sollte. In der Stadt gab es nämlich eine Anzahl Leute aus Argilos, einer Kolonie von Andros, und einige andere, die mit ihm durch- steckten und dazu teils von Perdikkas, teils von den Chalkidiern beredet waren. Besonders aber hatten die den Athenern von jeher verdächtigen Bewohner von Argilos dort in der Nähe, die es immer auf Amphipolis abgesehen hatten, als sich die Gelegenheit bot und Brasidas kam, schon länger mit ihren in Amphipolis ansässigen Landsleuten darüber unterhandelt, wie man ihm die Stadt in die Hände spielen könne. Auch nahmen sie ihn jetzt in ihre Stadt auf, fielen von den Athenern ab und brachten sein Heer in jener Nacht noch vor Tagesanbruch bis an die über den Fluß führende Brücke. Die Stadt selbst ist noch eine Strecke weit von der Brücke entfernt, und die Mauern waren damals noch nicht so weit herabgeführt wie jetzt, sondern es befand sich dort nur ein schwacher Posten. Nachdem Brasidas, dem auch hier Verrat und außerdem das herrschende Unwetter zustatten kam, diesen durch einen uner­ warteten Angriff überwältigt hatte, überschritt er die Brücke, womit alles, was die Einwohner von Amphipolis in der ganzen Gegend außerhalb der Stadt besaßen, ohne weiteres in seine Hände fiel.

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